Gewaltschutz; Frauen; SPÖ; Yildirim

Yildirim: Gewaltbetroffenheit von Frauen muss nicht mehr wissenschaftlich erhoben werden

Budgetdebatte im Nationalrat unterstreicht falsche Prioritäten von Schwarz-Blau. Allein in Tirol fehlen 43 Frauenhausplätze.

„Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern muss in einer Gesellschaft höchsten Stellenwert haben. Es ist die Aufgabe jeder Regierung, für mehr Gerechtigkeit zu sorgen“, machte Selma Yildirim, Nationalrätin und Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Tirol gestern deutlich.
10 Mio. Euro Frauenbudget oder 2,28 Euro pro Frau und Jahr auf der einen Seite. Körberlgeld für Kanzler Kurz und Vize Strache in der Höhe von 66 Mio. Euro auf der anderen. „Das macht deutlich, wo die Prioritäten dieser Regierung liegen. Setzen Sie Ihre Prioritäten neu“, appellierte sie im Zuge der Budgetdebatte.
100 neue Notunterkünfte hatte ÖVP-Frauenministerin Bogner Strauss versprochen. Im schwarz-blauen Budget sind diese allerdings nicht zu finden. Sie wolle zuerst wissen, wo die Plätze benötigt werden.
Für Yildirim gibt es hier keinen Diskussionsbedarf mehr: „Die Gewaltbetroffenheit von Frauen muss nicht mehr wissenschaftlich erhoben werden. Der Europarat rechnet uns ständig vor, wie viele Plätze fehlen. Alleine in Tirol gibt es 43 Frauenhausplätze zu wenig. Aktuell gibt es gerade einmal 32.“
„Denken Sie über Ihre ideologische Ausrichtung hinaus, denn das ist im Sinne der von Gewalt betroffenen Frauen und Kinder unzumutbar. Hier sind Leib und Leben in Gefahr. Sehen Sie das Wesentliche“, so Yildirim in Richtung Regierung.