Mindestpension, Yildirim, SPÖ

Yildirim: „Schwarz-Blau vergisst Frauen bei Erhöhung der Mindestpension“

Kindererziehungszeiten werden laut Ministerratsvortrag nicht berücksichtigt

„Es sind vor allem die Frauen, die sich in der Pension mit einem Mini-Einkommen durchschlagen müssen. Sie zahlen den Preis für Kindererziehung und unbezahlte Arbeit vielfach mit Armut im Alter“, erinnert Landesfrauenvorsitzende NRin Selma Yildirim. In Tirol bekommt eine Frau nur rund 60% der Pension eines Mannes. Das bedeutet eine durchschnittliche ASVG-Pension von 846,- Euro brutto im Monat.
„Bei der Erhöhung der Mindestpension auf 1200,- Euro ab 2020 hat die Bundesregierung offenbar die Frauen vergessen. Einmal mehr zeigen Schwarz-Blau, dass sie für die Anliegen der Frauen im Land nichts übrig haben“, schildert Yildirim.
Das geht aus dem heutigen Ministerratsvortrag hervor. Eine Anrechnung der Kindererziehungszeiten ist darin nicht vorgesehen. „Genau das wäre notwendig, damit Frauen von der Erhöhung profitieren. Die Regelung gilt nämlich nur ab 40 Beitragsjahren. Frauen mit Kindern erreichen das kaum“, fordert Yildirim von der Regierung eine Korrektur ein.
„Mir ist es außerdem ein Anliegen, dass die Anhebung der Mindestpension bereits im kommenden Jahr umgesetzt wird. Das können wir uns leisten“, so Yildirim.