Austrofaschismus, Löger, Schandor

SPÖ-Schatz: „Austrofaschistische Relikte haben im Parlament nichts verloren“

FPÖ-Abgeordneter schenkt Löger austrofaschistisches Dokument 

Der FPÖ-Abgeordnete Schandor hat ÖVP-Finanzminister Löger in der heutigen Nationalratssitzung den Beleg einer „Fliegerspende“, einer Spendenaktion der Bevölkerung für das austrofaschistische Bundesheer, überreicht. „Die FPÖ hat damit erneut einen unkritischen Zugang zur Geschichte bewiesen. Austrofaschistische Relikte haben im Parlament nichts verloren. Derartige Dokumente ohne Kontext und Kritik zu verschenken, ist respektlos gegenüber den WiderstandskämpferInnen, die für eine demokratische Republik Österreich gekämpft haben und dafür verfolgt wurden“, hält Sabine Schatz, SPÖ-Sprecherin für Gedenkkultur, fest.

Das Militär war Teil des Repressionsapparates des austrofaschistischen Regimes und richtete etwa im Februar 1934 seine Waffen auch gegen die Bevölkerung.

„Dass Abgeordneter Schandor ein Dokument aus einer Zeit verschenkt, in der das Parlament entmachtet und die Demokratie abgeschafft war, kann nicht unkommentiert bleiben. Der Freiheitliche hat offenbar im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst. Abgeordneter Schandor sollte sich für seine unpassende Aktion im Hohen Haus entschuldigen“, fordert Schatz. Dass der Finanzminister diese austrofaschistische Urkunde überhaupt angenommen und sogar auf der Regierungsbank belassen hat, ist für die Abgeordnete „mehr als fraglich“.