Johanna Dohnal Frauenenquete 2018

Die alljährliche Johanna-Dohnal Enquete findet diesmal unter dem Motto "Die Wa(h)re Frau – Der weibliche Körper im Kapitalismus" statt. Anmeldung unter frauen@nullspoe.at oder 01 53427272

Gemeinsam mit den roten Jugendorganisationen veranstalten wir auch dieses Jahr wieder die Johanna Dohnal Enquete. Diesmal unter dem Motto "Die Wa(h)re Frau - Der weibliche Körper im Kapitalismus".

7. April 13:00 bis 19:00 Uhr
EGA, Windmühlgasse 26, 1060 Wien

Programm:

12:00 Einlass
13:00 Beginn der Workshops
18:00 Podiumsdiskussion "The future is female? Frauenpolitische Perspektiven unter Schwarz-Blau"
mit:
– Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ)
– Petra Bayr (SPÖ)
– Schifteh Hashemi (Frauen*Volksbegehren)
– Stefanie Wöhl (Politikwissenschafterin)

Die roten Jugendorganisationen präsentieren folgende Workshops:

Body positivity – AKS und VSStÖ

Wir leben in einer Gesellschaft, die uns ununterbrochen sagt, dass wir nicht schön genug, nicht begehrenswert genug, schlicht und einfach nicht gut genug sind. Doch könnte das Geschäft mit dem weiblichen Körper und der damit verbundene Druck in eine fragwürdige Norm reinzupassen auch dann noch überleben, wenn wir die Revolution lostreten und den eigenen Körper in seiner Unvollkommenheit und Großartigkeit aufrichtig akzeptieren und
respektieren würden? Es ist an der Zeit sich vom unfreiwilligen Konkurrenzkampf mit anderen Frauen loszureißen, die Schönheit anderer zu bewundern, ohne die eigene in Frage zu stellen und den rebellischen Akt der Selbstliebe zu wagen!

Ausverkauft! Sexistische Werbung und Stereotypisierung – JG und FSG

Werbung erregt Aufmerksamkeit, schürt neue Konsumbedürfnisse und liefert uns auch gleich ein Bild davon, wie wir sein sollen. Nicht das Produkt selbst, sondern vielmehr die mit dem beworbenen Produkt verknüpften Gefühle, Hoffnungen und Lebensstile sind es, die den entscheidenden Kaufanreiz auslösen. Hier liefert die Werbung mehr als nur
Konsumbedürfnisse zu wecken: Sie vermittelt Werte, zeigt Verhaltensmuster, gibt Hilfestellung und Orientierung. Sie bedient sich leicht verständlicher, kulturellen Zeichen, setzt diese neu zusammen und gestaltet unser kulturelles und individuelles Lebens- und Körpergefühl in der Gesellschaft aktiv mit. Werbung prägt bewusst und unbewusst, welche Bilder und Vorstellungen von Frauen, Männer, Mädchen und Buben entstehen und welches
Aussehen, welche Verhaltensweisen damit verbunden sind oder sein sollen. Die Werbelogik arbeitet mit einem verzerrten Abbild der Wirklichkeit und konstruiert gleichzeitig ein Vorbild, dem wir uns nur schwer entziehen können. Die Werbung vermittelt uns Schönheitsideale, Körperbilder, Lebensstile und treibt Menschen
zu maßlosen Diätkuren, chirurgischen Eingriffen, lässt sie zu Anabolika und Stereoiden greifen und erhebt die heterosexuelle Mann-Frau-Beziehung zur gesellschaftlichen Norm. Die werblich vermittelte Perfektion kann verengend wirken und im äußersten Fall gesundheitsschädigend sein und krank machen. Wenn das Ideal übernommen wird und gleichzeitig nicht erfüllt werden kann, führt der erlebte Unterschied zwischen dem idealen Fremdbild und dem eigenen Selbstbild bereits im Volksschulalter zu einer Untergrabung des positiven Selbstwert- und Körpergefühls.
( www.werbewatchroup-wien.at )

(Sex)Arbeit – SJ und VSStÖ

Im 21. Jahrhundert erscheint es der Gesetzgebung immer noch undenkbar Sexarbeiterinnen jene Rechte zu gewähren, die in allen anderen Arbeitsfeldern gegeben sind. Doch was hält uns davon ab zu verstehen, dass Sexarbeit, Arbeit ist und somit genau so behandelt werden sollte? Die Zeit ist zweifelsohne längst reif dafür, sich mit Sexarbeiterinnen zu solidarisieren, ihren Forderungen Gehör zu schenken und ihnen ein selbstbestimmtes und sicheres Leben in der Mitte unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Denn Rechte von Sexarbeiterinnen sind Menschenrechte!

Not My Dresscode: Fremdbeherrscht statt selbstbestimmt – SJ und JG

Die Weise, in der sich Frauen* kleiden und auftreten, ist seit jeher Gegenstand großer medialer Aufmerksamkeit. Auch aktuell sorgt die Thematik für hitzige und häufig öffentlich ausgetragene Debatten, die nicht selten ohne Inklusion der Betroffenen* geführt werden. Die Entscheidung, was angemessen ist und was nicht, obliegt im Allgemeinen nicht der Frau* selbst. Folglich bleibt auch die Politik nicht unberührt: Kleidervorschriften und Schuldzuweisung, schlimmstenfalls Bestrafung bei Nichteinhaltung derselben. Welche verschiedenen Tendenzen sind international festzustellen? Wer entscheidet und mit welchem Nutzen? Mit diesen Fragen möchten wir uns im Rahmen des Workshops auseinandersetzen.

Sexualität und Schule – AKS und FSG

Die Schule ist der Ort, an dem wir die meiste Zeit unserer Jugend verbringen. In dieser Zeit verändert sich unser Körper, es werden viele Fragen aufgeworfen wir machen uns Gedanken über uns selbst und andere – der Schule sollte der Raum sein, um dies zu
thematisieren. Was bzw. was nicht zum Thema Sexualität und Identität im Schulunterricht behandelt wird, erfährst du in diesem Workshop.