Einkommensberichte, Greiner, Rechnungshof

Frauentag – Greiner: Rechnungshof zeigt Einkommensschere auf

Empfehlungen des Rechnungshofes werden überwiegend umgesetzt

„Die Einkommensberichte für Unternehmen und Einrichtungen des Bundes, die der Kontrolle des Rechnungshofes unterliegen, zeigen leider, dass sich die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern in diesem Bereich kaum verbessert hat“, kritisiert SPÖ-Rechnungshofsprecherin Karin Greiner. Bei Unternehmen, die mindestens zu 50 Prozent in öffentlicher Hand sind, verdienten weibliche Vorstandsmitglieder bzw. Geschäftsführerinnen im Jahr 2014 73,1 Prozent des Gehalts ihrer männlichen Kollegen; 2016 waren es – etwas bessere – 78,2 Prozent. „Wir brauchen endlich wirksamere Instrumente für mehr Lohngerechtigkeit – die SPÖ drängt deshalb schon seit langem auf ein Lohntransparenzgesetz und vollständige, verpflichtende Lohntransparenz für die Privatwirtschaft“, betont Greiner.

Sowohl der Einkommensbericht als auch der Tätigkeitsbericht des Rechnungshofes standen heute auf der Tagesordnung des Rechnungshofausschusses. Der Einkommensbericht zeigt auch, dass die Gehälter der Beschäftigten in den staatsnahen Unternehmen um fünf Prozent gestiegen sind – und damit deutlich stärker stiegen als die Gehälter der Vorstände und Geschäftsführungen.

Greiner lobte, dass sich die Lesbarkeit der Berichte des Rechnungshofes spürbar verbessert hat; auch die neue Abteilung für Korruptionsprävention sei eine hervorragende Sache, begrüßt Greiner diese Neuerungen. Erfreulich ist auch der hohe Umsetzungsgrad der RH-Empfehlungen auf Gemeindeebene. „Über 80 Prozent der Empfehlungen des Rechnungshofes werden umgesetzt“, ist die SPÖ-Rechnungshofsprecherin erfreut.