Holzleitner, Familienbonus, Königsberger-Ludwig

Familienbonus – Königsberger-Ludwig: „Jedes Kind muss gleich viel wert sein!“

„Kinder von Besserverdienern sind ÖVP und FPÖ sechs Mal so viel wert wie Kinder von einkommensschwachen Familien“

„Familien zu unterstützen, ist richtig und wichtig. Entscheidend ist aber, wie eine zusätzliche Förderung ausgestaltet wird. Der Vorschlag der Regierung ist leider extrem ungerecht und benachteiligt just jene Familien, die es besonders brauchen würden, nämlich jene mit niedrigen Einkommen, darunter besonders viele AlleinerzieherInnen“, so SPÖ-Familiensprecherin Ulrike Königsberger-Ludwig am Donnerstag. „Wohnen, Essen, Kleidung, Schulmaterialien, Skikurse – all diese Kosten für ihre Kinder haben Eltern mit geringem Einkommen genauso wie Besserverdiener. Wenn man 1,5 Mrd. Euro in die Hand nimmt, wäre es nur fair, jene Familien, die es ohnehin schwer haben, im gleichen Ausmaß zu entlasten.“

„Ungleichheiten werden so verstärkt“, kritisiert die SPÖ-Familiensprecherin. Die 250 Euro, die Geringverdiener pro Jahr als Abfederung bekommen sollen, „sind vergleichsweise ein Almosen“. Zum Vergleich: Ein Alleinverdiener mit 4.000 Euro Einkommen bekommt dann für sein Kind 1.500 Euro im Jahr, die Alleinerzieherin, die Teilzeit arbeiten muss und 1.000 Euro verdient, bekommt gerade mal ein Sechstel davon, nämlich 250 Euro im Jahr.“ Das Argument, nur wer Steuern zahlt, kann entlastet werden, lässt Königsberger-Ludwig so nicht gelten: „Verbrauchssteuer zahlen schließlich alle Familien.“

Ungerechtigkeiten ergeben sich auch bei der Auszahlung des Bonus für Kinder, die im Ausland leben, und die geplante Indexierung: „Der Manager bekommt für seine Kinder in der Schweiz demnach sogar mehr Geld – die 24h-Betreuerin fällt aufgrund ihres geringen Einkommens darum um.“

Holzleitner: „Armut ist kein Kinderspiel“

Auch die Jugendsprecherin der SPÖ, Eva-Maria Holzleitner, ortet beim Vorhaben der Regierung massive Ungerechtigkeiten: „Der Familienbonus unterstützt die GeringverdienerInnen nur minimal, gerade hier wäre aber mehr Unterstützung notwendig. Jedes 5. Kind in Österreich ist nach wie vor von Kinderarmut betroffen – diese Missstände zu verbessern, sollte Ziel einer Regierung sein“, sagt Holzleitner. Das zeigt auch die aktuelle Kampagne der Bundesjugendvertretung „Armut ist kein Kinderspiel!“ Holzleitner: „Armut – besonders Kinderarmut – kann und muss bekämpft werden!“