Sprachförderung, Hammerschmid, SPÖ

Hammerschmid begrüßt Abgehen vom Kurz-Strache-Ghettoklassen-Konzept, vermisst aber Geld und Personal

SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid begrüßt, dass Bildungsminister Faßmann die bestehende Sprachförderung in Verbindung mit dem Regelunterricht ausbauen und fortführen will und damit den von Kurz und Strache propagierten „Ghettoklassen“ eine Absage erteilt.

Unbekanntes Objekt „Völlig offen ist allerdings, wie die benötigten zusätzlichen LehrerInnen und mehr Klassenräume finanziert und zur Verfügung gestellt werden“, sagt Hammerschmid. Deshalb fordert die SPÖ schon seit längerem 5.000 zusätzliche LehrerInnen u.a. für die Sprachförderung und ein gesichertes, ausreichendes Budget für Bildung.Die SPÖ hat die gezielte Sprachförderung bei Schuleintritt mit einem eigenen Lehrplan eingeführt und konnte – immer gegen den Widerstand des ÖVP-Finanzministeriums – auch mehr Geld für Integration und Sprachförderung verhandeln. Diese Sprachstartgruppen und Sprachförderkurse sind bis inklusive des Schuljahrs 2018/19 finanziert und hätten dann auch evaluiert werden sollen.

„Ich hätte mir von einem Wissenschafter wie Faßmann eigentlich erwartet, dass er diese Evaluierung abwartet und sich ansieht, wie die Maßnahmen wirken“, sagt Hammerschmid. Wenn Faßmann nun sein adaptiertes Konzept umsetzen will, dann muss er vorher die Finanzierung sicherstellen, ansonsten drohen Einsparungen in anderen Bildungsbereichen, warnt Hammerschmid. „Es darf nicht sein, dass die notwendigen PädagogInnen für die Sprachförderung in anderen Bildungsbereichen und Schultypen dann fehlen – es braucht also zusätzliches Geld“, fordert die SPÖ-Bildungssprecherin. Notwendig sei dazu auch die Umsetzung des bereits gesetzlich verankerten Chancenindexes, um mehr Ressourcen für jene Schulen aufzustellen, die es besonders brauchen.

Grundsätzlich erwartet Hammerschmid, dass sich die Art und Weise des Förderunterrichts an wissenschaftlichen Kriterien orientiert – etwa daran, dass es für das Sprachenlernen auch den intensiven Austausch mit jenen Kindern braucht, die die Sprache beherrschen. „Ich hoffe, dass Faßmann als Wissenschafter und Bildungsexperte sich nicht für ideologische Scheinlösungen instrumentalisieren lässt.“