WKO, Familienbonus, Margreiter

Familienbonus geht an den Bedürfnissen selbständiger Frauen vorbei!

NRin Doris Margreiter kritisiert familienpolitische Maßnahme der Bundesregierung

Scharf kritisiert Nationalrätin Doris Margreiter, selbst Präsidentin des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes OÖ, den neuen Familienbonus der ÖVP-FPÖ Bundesregierung, mit dem maximal 1500 Euro pro Jahr und Kind absetzbar werden.

„Diese Maßnahme geht an der Realität vorbei. Der überwiegende Teil der selbständigen Frauen wird von diesem Bonus in keiner Weise profitieren. Mir ist völlig unverständlich wie die Wirtschafskammer OÖ das in Aussendungen als Erfolg verkaufen kann.“ weiß Margreiter.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Das weibliche Medianeinkommen bei selbständigen Frauen lag im Jahr 2015 laut Statistik Austria bei rund 670 Euro p.m. (vor Steuern), das Durchschnittseinkommen bei 1300 Euro p.m. (vor Steuern). Selbst wenn das höhere Durchschnittseinkommen als Grundlage genommen wird, ergibt sich ein Vorteil von 0 durch den jetzt konzipierten Familienbonus.

„Fakt ist, dass viele Frauen den Weg in die Selbständigkeit wählen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erhöhen. Genau dieser Vorteil kommt nun abhanden, da mit der Einführung des Familienbonus auch die Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten wegfällt.

„Fehlende adäquate Kinderbetreuung wird schon jetzt als Haupthindernis beim Weg zurück ins Erwerbsleben gesehen. Mit der fehlenden Absetzbarkeit wird der Druck nur noch weiter erhöht. In Oberösterreich verstärkt sich dies durch die Einführung von Gebühren in der Nachmittagsbetreuung in Kindergarten und Krabbelstube zusätzlich.
„Eltern werden auf diese Weise doppelt bestraft: Man schafft Gebühren, die in weiterer Folge auch nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden können“ schließt Margreiter und stellt fest: Veränderung bedeutet für die neue Bundesregierung: Zurück in die Vergangenheit, Mütter an den Herd.