Familienbonus, Alleinerziehende, tirol

Yildirim: „Schwarz-Blau übergeht Familien mit kleinen Einkommen und Alleinerziehende“

Ein Viertel der Eltern hat von geplantem Familienbonus gar nichts. Vereinbarkeit von Beruf und Familie speziell in Tirol ausbaufähig.

„Familien mit kleinen Einkommen sind der ÖVP-FPÖ-Regierung offensichtlich nicht viel wert. Sie werden bei der geplanten Familienbonus-Regelung einfach übergangen. Ein Viertel der Eltern hat vom Familienbonus rein gar nichts, denn wer unter 1250,- Euro verdient, geht leer aus. Etwa die Hälfte kann ihn nicht voll ausschöpfen. Das ist alles andere als familienfreundlich“, so SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Nationalrätin Selma Yildirim.

Alleinerziehende und ihre Kinder sind besonders armutsgefährdet und stehen auch sonst vielfach vor schwierigen Herausforderungen. Für sie gibt es überhaupt noch kein Konzept.

„Statt so unsinniger Maßnahmen wie dem Familienbonus, wäre es höchst an der Zeit, endlich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie voranzutreiben. Das gilt ganz speziell für Tirol, hier haben es Familien mit Kindern besonders schwer“, schildert Yildirim. An 44 Tagen im Jahr sind Kindergärten in Tirol im Schnitt geschlossen, gut die Hälfte schließt bereits vor 15 Uhr.

Die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung zeugen vor allem von sozialer Kälte und Ausgrenzung. Vom 12-Stunden-Arbeitstag über das Aus für die Aktion 20.000 bis zur geplante Abschaffung der Notstandshilfe. Das sind alarmierende Schritte.