Landminen, Bayr, entwicklungspolitik

Bayr: Österreich muss einen größeren Beitrag in der Entschärfung von Landminen leisten

2016 sind 2.089 Menschen durch Landminen getötet worden

„Letztes Jahr sind mindestens 2.089 Menschen durch Landminen getötet worden. Mehr als 6.500 Männer, Frauen und Kinder wurden durch die im Boden versteckten Sprengsätze verletzt. Die Opferzahlen sind angesichts des seit 20 Jahren bestehenden Minenverbotsvertrages eine Schande“, bedauert Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des heute veröffentlichten Jahresberichtes der internationalen Kampagne gegen Landminen. „Besonders dramatisch ist, dass noch nie so viele Minderjährige unter den Minenopfern waren, „betont Bayr unter Berufung auf die Daten der internationalen Kampagne. 42 Prozent aller zivilen Opfer waren demnach minderjährig.

„Österreich muss einen viel größeren Beitrag in der Entminung leisten“, fordert Bayr. So sollten etwa mehr Projekte von österreichischen NGOs auf diesem Gebiet finanziell unterstützt werden und heimisches Know-How zur Entminung verstärkt in den betroffenen Ländern angeboten werden. „Die Organisation Gemeinsam gegen Landminen hat jahrelange Erfahrung in der Entminung und dem Warnen der lokalen Bevölkerung vor Minenfeldern. Deren wichtige Arbeit muss stärker unterstützt werden“, fordert die Nationalratsabgeordnete.
 

Link zur Homepage der Internationalen Kampagne gegen Landminen: http://www.icbl.org/en-gb/home.aspx
Link zu Gemeinsam gegen Landminen: http://www.landmine.at/