Frauen nicht durch ungewollte Schwangerschaften zwingen

Jede Frau muss die Möglichkeit haben, ihre sexuelle Selbstbestimmung und ihre reproduktiven Rechte zu leben. Dazu gehört auch, nicht durch eine ungewollte Schwangerschaft gezwungen zu werden.

60 Prozent der Weltbevölkerung lebt in Ländern, die restriktive Gesetze zum Schwangerschaftsabbruch haben. Daten des Guttmacher Institutes (https://www.guttmacher.org/fact-sheet/induced-abortion-worldwide ) zeigen aber, dass restriktive Gesetze Schwangerschaftsabbrüche keinesfalls verhindern können. Sie zwingen Frauen lediglich in riskante Situationen, wie auf die Dienste von Hinterhofpfuschern zurück zu greifen oder selber gefährliche Methoden anzuwenden, um eine ungewollte Schwangerschaft zu beenden.

13 Prozent aller Müttersterblichkeitsfälle sind auf unsichere Abbrüche zurückzuführen. Jährlich sterben etwa 47.000 Frauen an Folgen eines unsicheren Schwangerschaftsabbruches, die meisten von ihnen in afrikanischen Ländern. Das Leben dieser Frauen wäre leicht zu retten gewesen.

Laut Weltgesundheitsorganisation (http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs388/en/ ) werden jedes Jahr sieben Millionen Frauen in Entwicklungsländern aufgrund von Komplikationen bei unsicheren Abbrüchen ins Krankenhaus eingeliefert. Korrekt durchgeführt, ist das Beenden einer Schwangerschaft ein einfacher Eingriff. Der Zugang zu reproduktiven Dienstleistungen ist keine Selbstverständlichkeit und auch in Österreich ist noch viel zu tun: Kostenfreie Verhütungsmittel für Jugendliche und sexuelle Bildung vom Kindesalter an sind nur zwei Maßnahmen, die wenig kosten, aber große Wirkung zeigen. Von einer möglichen schwarz-blauen Regierung ist leider in Sachen Frauenrechte nicht viel Positives zu erwarten. Dabei wäre es so wichtig, Prävention in Form von Aufklärung und niederschwelligem Zugang zu Verhütungsmitteln auszubauen. Ein positiver Effekt davon wäre auch, dass die Zahl an Schwangerschaftsabbrüchen zurück geht.

 

Weiterführende Links:

Guttmacher Institute: https://www.guttmacher.org

Weltgesundheitsorganisation zu unsicheren Abbrüchen: http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs388/en/