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Yildirim: „Offensiver Umgang und volle Aufklärung bei Missbrauchs-Fällen“

Unterstützung für Werdenigg-Vorschlag nach unabhängiger Hilfe für Betroffene. Untersuchungskommission soll Fälle aufarbeiten.

„Geht gar nicht!“ Klare Worte findet SPÖ-Landesfrauenvorsitzende NRin Selma Yildirim zur aktuellen Debatte rund um sexuelle Gewalt und Missbrauch in Tirol. „Die Diskussion und die öffentlich gewordenen Fälle machen mich betroffen.“

Die SPÖ-Politikerin unterstützt den Vorschlag Nicola Werdeniggs nach einer unabhängigen Einrichtung, die sich den Fällen annimmt: „Es ist wichtig, dass Opfer volles Vertrauen haben können und eine Einrichtung unabhängig agieren kann. Eine umfassende Aufklärung der Fälle durch eine Untersuchungskommission ist außerdem notwendig.“

Ein Offensiver Umgang mit dem Thema sei notwendig: „Von den VerantwortungsträgerInnen erwarte ich volle Unterstützung bei der Aufklärung, damit so etwas nie wieder passiert. Gewalt oder sexueller Missbrauch dürfen nicht verharmlost werden“, sagt Yildirim.

Es braucht viel Mut und Überwindung, mit Gewalterfahrungen und Missbrauch an die Öffentlichkeit zu gehen. „Wir wollen Opfer ermutigen, sich Hilfe zu holen, denn Gewalt, in welcher Form auch immer, geht gar nicht.“