Konferenz, Promberger, Oberösterreich

Landesfrauenkonferenz Oberösterreich

Gemeinsam Anlauf nehmen für einen Abschied vom Unterschied – unter diesem Motto schworen sich die SPÖ Frauen OÖ bei der Landesfrauenkonferenz auf einen gemeinsamen Kampf gegen eine Umverteilung von unten nach oben, geben soziale Einschnitte, gegen Ungleichbehandlung, gegen Diskriminierung und Sexismus ein.

Weil ein Abschied vom Unterschied aber auch der Abschied von Lohnunterschieden bedeuten muss, war ‚fair p(l)ay‘ zentraler inhaltlicher Schwerpunkt der Konferenz, die am Samstag mit mehr als 150 Delegierten und Gästen im Kulturtreffpunkt Alkoven stattfand. LAbg. Sabine Promberger wurde mit 93,5% der Stimmen erneut zur Landesfrauenvorsitzenden gewählt.

Auch die Referentin des Abends, Dr.in Mag.a Edeltraud Ranftl vom Institut für Soziologie an der Universität Linz und ausgewiesene Entgeltexpertin, sieht die Schlüsselrolle für Lohngleichheit in der Bewertung von Arbeit ebenso bei Entgeltbestandteilen wie Prämien und Zulagen.

Als „Laborsituation“ bezeichnete Bundesfrauenvorsitzende NRin Gabriele Heinisch-Hosek Oberösterreich im Hinblick darauf, was den Menschen in ganz Österreich mit einer schwarz-blauen Bundesregierung demnächst blühen wird: „Ein Kahlschlag in allen Bereichen der Sozialpolitik, von der Wiege bis zur Bahre“, wie Landesparteivorsitzende Birgit Gerstorfer es formulierte. Sie bildet die Speerspitze gegen die ungeheuerlichen Kürzungen im Sozialbereich, die die Frauen ganz besonders treffen werden, denn auch z. B. bei Frauenberatungsstellen gibt es regelrechte Streichorgien.

„Frauen zurück an der Herd“, so plump formulieren das nicht einmal konservative Politiker. „Werden aber die finanziellen Ressourcen zur aktiven Frauenfördermaßnahmen derart zurückgefahren, reicht alleine diese passive Benachteiligung der Frauen, um dramatische Rückschritte in Gang zu setzen“, warnte Staatssekretärin NRin Muna Duzdar.“

„Da genügt es nicht, wenn eine Frau alleine Anlauf nimmt, das müssen wir alle gemeinsam tun, quer durch alle Alters-, Gesellschafts- und Berufsgruppen“, appellierte NRin Sabine Schatz, die die Konferenz auch moderierte, an die Frauensolidarität.

Die Linzer Vizebürgermeisterin Karin Hörzing brachte die völlig falsche schwarz-blaue Botschaft der neuen Kindergartensteuer auf den Punkt: „Frauen bleibt zuhause, arbeitet Teilzeit und ärgert euch im Alter über niedrige Pensionen!“ Vor allem für die Familien in den ländlichen Regionen, droht diese Maßnahme zum absoluten Desaster zu werden.