Pilz, Brunner, Gleichstellung

Brunner: Pilz muss Verantwortung für seine Handlungen übernehmen

 „Frauen dürfen kein zweites Mal zum Opfer gemacht werden“

Die interimistische SPÖ-Bundesgeschäftsführerin und SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner kritisiert die Aussagen von Peter Pilz im heutigen Ö1-Morgenjournal“ scharf: „Das Verhalten von Pilz ist unerträglich. Von Einsicht ist keine Spur mehr. Schlimmer noch: Pilz stilisiert sich jetzt als Opfer einer Kampagne gegen ihn anstatt Verantwortung für seine Handlungen zu übernehmen“, betont Brunner. „Was hier passiert, ist eine klassische Täter-Opfer-Umkehr. Das dürfen wir nicht zulassen. Frauen dürfen kein zweites Mal zum Opfer gemacht werden“, stellt Brunner klar.

Darüber hinaus sei es „nicht akzeptabel“, wenn die Gleichbehandlungsanwaltschaft nun in ein schlechtes Licht gerückt werde. Einrichtungen wie die Gleichbehandlungsanwaltschaft, an die sich auch die Ex-Mitarbeiterin von Pilz gewandt hatte, seien wichtig. „Frauen müssen sich auf den Schutz des Staates verlassen können, wenn sie Diskriminierung und sexuelle Belästigung erfahren. Der Opferschutz muss immer an erster Stelle stehen“, betont Brunner.