Wiener SPÖ Frauen zum Equal Pay Day: Frauen verdienen mehr!

Frauen verdienen in Österreich knapp 11.000 Euro im Jahr weniger als Kollegen

Am Montag, dem 30. Oktober 2017, ist Equal Pay Day in Wien. Ab diesem Tag arbeiten die Wienerinnen statistisch gesehen bis zum Jahresende "gratis".

Ab diesem Zeitpunkt haben Männer durchschnittlich bereits so viel verdient wie Frauen im ganzen Jahr. 63 Tage oder 17,1 Prozent an Einkommen fehlen Frauen in Wien zu Equal Pay.

„In Wien findet der Equal Pay Day österreichweit am spätesten statt, weil die Lohnschere hier am geringsten ist. Wir nehmen trotzdem nicht hin, dass Frauen in Österreich knapp 11.000 Euro im Jahr weniger verdienen als ihre Kollegen. Das Einkommen hängt immer noch am Geschlecht und das ist mehr als ungerecht“, so die Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen, Stadträtin Renate Brauner. „Dank frauenfördernder Maßnahmen hat sich die Schere in Wien in den letzten zehn Jahren um 7,1 Prozent verringert. Das geht uns zu langsam. Wir fordern echte Lohntransparenz, damit Frauen ihr Recht auf gleiche Bezahlung auch durchsetzen können“, betont Frauenstadträtin Sandra Frauenberger.

Die SPÖ Frauen machen sich auf allen Ebenen für gerechte Einkommen stark und machen am Montag wienweit mit Bezirksaktionen auf den Equal Pay Day aufmerksam. „Wir SPÖ Frauen setzen uns für eine echte Verteilungsgerechtigkeit ein. Unbezahlte Arbeit wird immer noch zu einem großen Teil von Frauen erledigt, was das Fortkommen im Beruf beeinträchtigt. Erst, wenn halbe-halbe gelebte Realität ist, haben Frauen die gleichen Chancen“, sagt Wiener Frauensekretärin, LAbg. Nicole Berger-Krotsch.

Darum werden Frauen in Wien gezielt gefördert, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern, zum Beispiel durch den Gratiskindergarten. Genauso geht es aber auch darum Männer stärker in die Pflicht zu nehmen und Väterbeteiligung zu fördern. Dazu gehört etwa ein Rechtsanspruch auf einen bezahlten Papamonat.

Um die Einkommensschere zu schließen, muss auch die „gläserne Decke“ beseitigt werden. Durch Quoten und Einkommenstransparenz auf Stadtebene, durch die Koppelung der öffentlichen Auftragsvergabe an frauenfördernde Maßnahmen sowie durch die Veröffentlichung eines Einkommensberichts setzt Wien hier ein Bündel an Maßnahmen.

Der Wiener Equal Pay Day wird in Wien 17 Tage später begangen als in Gesamtösterreich. Der Einkommensnachteil von Frauen gegenüber Männern beträgt österreichweit 21,7 Prozent, in Wien 17,1 Prozent. Für Österreich ist das im Vergleich zum Vorjahr eine Veränderung von 0,6 Prozent, in Wien um 0,9 Prozent.

Zwtl.: Vortrag zum Thema mit Politikwissenschafterin Barbara Marx

Am 6. November, 18.30 Uhr gibt es zum Thema Lohngerechtigkeit auch einen Vortrag der Politikwissenschafterin und Autorin Barbara Marx unter dem Titel „Frauen verdienen mehr!“ im ega. Die Meidlinger SPÖ-Bezirksrätin bringt als ehemalige Bundesfrauensekretärin der GPA-djp jahrelange Erfahrung und Praxiswissen zu diesem Thema mit, gerade auch durch die Beratung und Schulung von BetriebsrätInnen auf diesem Gebiet. Der Eintritt ist frei!