Yildirim: „Weitere Maßnahmen notwendig, um Lohnschere endlich zu schließen“

SPÖ-Frauen haben Maßnahmenpaket von Mindestlohn bis Einkommenstransparenz. Breite Unterstützung gefordert, um Ungerechtigkeiten zu beseitigen.

Das Wirtschaftsforschungsinstitut hat den aktuellen Gleichstellungsindex vorgelegt. Wesentlichen Verbesserungsbedarf gibt es demnach beim Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern.

Für Selma Yildirim, Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Tirol, wieder einmal ein Anlass, endlich Taten zu fordern. „Tirolerinnen trifft das besonders. In unserem Bundesland beträgt die Lohnschere aktuell 24,4%. Nur Vorarlberg und Oberösterreich sind noch schlechter.“ In Tirol fiel der Tag der Einkommensgleichheit oder Equal Pay Day heuer auf den 3. Oktober, bundesweit ist er am 13. Oktober. Die Tirolerinnen arbeiten also statistisch gesehen bei ganzjähriger Vollzeit 90 Tage lang „gratis“.

„Wir fordern daher Transparenz bei den Löhnen, die Aufwertung von „Frauenbranchen“, Quotenregelungen, einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz, halbe-halbe bei der Familienarbeit inklusive Rechtsanspruch auf Papamonat sowie Verbesserungen für Teilzeitbeschäftigte“, schildert Yildirim.

Viel mehr Frauen als Männer arbeiten in Niedriglohnbranchen. „Die SPÖ-Forderung nach einem steuerfreien Mindestlohn ist daher auch eine frauenpolitische Maßnahme, von der viele Frauen profitieren werden“, so Yildirim.

Ziel ist allerdings eine gleichberechtigte und gerecht entlohnte Teilhabe von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt. Dazu sind weitere Maßnahmen notwendig. Dass die Frauen den von den SPÖ-Frauen eingeschlagenen Kurs breit mittragen, zeigte die im vergangenen Halbjahr durchgeführte Befragung hunderter Frauen.

Vom politischen Mitbewerber wünscht sich Yildirim diesbezüglich mehr Unterstützung. „Die Frauen haben lange genug auf gerechte Einkommen gewartet. Es ist Zeit, weitere Schritte zu setzen. Gemeinsam können wir viel bewegen“, so die Landesfrauenvorsitzende.