Lohntransparenz, SPÖ, Heinisch-Hosek

Heinisch-Hosek: Gehälter im Betrieb offenlegen

WU-Studie zeigt Kluft zwischen Geschlechtern beim Vermögen – SPÖ-Frauen für Lohntransparenz

„Frauen sollen wissen, wie viel ihre männlichen Kollegen in der gleichen Funktion verdienen. Daher sollen die Gehälter im Betrieb offengelegt werden“, sagte heute SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek zur Studie der Wirtschaftsuniversität Wien, die die finanzielle Situation in Haushalten untersucht. Demnach haben Frauen in Österreich im Durchschnitt 23 Prozent weniger Vermögen als Männer. Die Unterschiede im Vermögen bleiben bestehen, wenn Frauen die Vollzeit arbeiten, mit Männern in Vollzeitbeschäftigung verglichen werden.

„Die hohen Gehaltsunterschiede in Österreich sollen der Vergangenheit angehören. Einkommensberichte und Gehaltsangaben in Stelleninseraten sind sinnvoll und wichtig, aber alleine nicht wirksam genug. Es braucht ein Lohntransparenzgesetz für Unternehmen“, so Heinisch-Hosek.

Zentral ist für die SPÖ die Forderung von einem Mindestlohn von 1.500 Euro für alle steuerfrei. Wer Teilzeit arbeitet, muss leichter auf mehr Stunden oder in die Vollzeit wechseln können – dafür braucht es einen Rechtsanspruch. Auch bei Teilzeit sollen Überstundenzuschläge von 50 Prozent ausbezahlt werden.

„Wir kommen Schritt für Schritt voran, aber es muss schneller gehen. Ein Lohntransparenzgesetz für Unternehmen ist dafür zentral“, so Heinisch-Hosek.