Tirol; Equal Pay; Umfrage; Arbeit

Equal Pay Day in Tirol – Umfrage zum Thema Arbeit

Am 3. Oktober ist Equal Pay Day in Tirol. Die Lohnschere zwischen Frauen und Männern beträgt 24,4%. Eine Umfrage zeigt breite Unterstützung für Maßnahmen der SPÖ-Frauen.

Am 3. Oktober ist Equal Pay Day in Tirol. Also jener Tag, ab dem Frauen im Vergleich zu Männern bis zum Jahresende de facto „gratis“ arbeiten. Verglichen werden dabei die Jahres-Bruttobezüge bei ganzjähriger Vollzeitarbeit.
„Das Schwerpunktthema Arbeit hat die SPÖ-Frauen auch heuer wieder intensiv begleitet“, sagen Landesfrauenvorsitzende und Nationalratsspitzenkandidatin Selma Yildirim und Bundesfrauenvorsitzende NRin Gabriele Heinisch-Hosek.
„In Tirol ist die Einkommensschere nach wie vor weit geöffnet. Mit 24,4% sind wir nach Vorarlberg und Oberösterreich das drittschlechteste Bundesland. Tirolerinnen arbeiten 90 Tage lang unbezahlt. Eine Ungerechtigkeit, gegen die wir weiterhin entschieden eintreten werden. Wir wollen, dass sich die Einkommensschere möglichst schnell schließt. Dazu haben wir gute Vorschläge“, so Yildirim. Männer verdienen durchschnittlich 47.166,- Euro, Frauen 11.528,- Euro weniger.
„Mitte März haben die SPÖ-Frauen österreichweit im Rahmen ihrer Halbjahreskampagne „PlanA für die Frauen: Wir machen Zukunft“ eine informelle Umfrage unter Österreicherinnen (und einigen Österreichern) gestartet. Dabei wurden bis Anfang September bei Hausbesuchen und Straßenaktionen sowie in Betrieben und auch online 5.341 Frauen und Männer befragt. (Frauen: 84,5%, Männer: 15,5%)“, schildert Heinisch-Hosek.
„Im Mittelpunkt der Befragung standen Wünsche, Vorstellungen und Forderungen von Frauen für das Thema Arbeit. 207 Fragenbögen waren eindeutig Tirol zuordenbar. Eindeutig zeigt, sich dabei, dass die Frauen die Vorschläge der SPÖ-Frauen breit unterstützen“, freuen sich Yildirim und Heinisch-Hosek. Das umfasst Lohntransparenz, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, mehr Frauen in Führungspositionen und auch Quotenregelungen.
 
Umfrageergebnisse

Die Umfrage zeigt, dass viele TirolerInnen eine grundsätzliche Zufriedenheit mit ihrer direkten Arbeitssituation haben Mehr als die Hälfte (54%) sind mit ihrem Beruf sehr zufrieden, 48% sind auch mit dem Arbeitsumfeld sehr zufrieden.
Auch bei der Vereinbarkeit ihrer Tätigkeit mit dem Privat-/Familienleben gibt es eine eher hohe Zustimmung: So finden 43%, dass sie sehr zufrieden sind, 22,5% sind weniger oder gar nicht zufrieden.
Befragt man sie aber nach dem Einkommen und den Aufstiegsmöglichkeiten, so stellt sich das Bild schon ein wenig anders dar: Mit den Einkommen sind 26% sehr, 20% eher und 38% weniger bis gar nicht zufrieden. Bei den Aufstiegsmöglichkeiten sind knapp die Hälfte der befragten TirolerInnen weniger oder gar nicht zufrieden, 46% sehr oder eher zufrieden.
86,5% sind der Ansicht, dass Frauen für gleichwertige Arbeit immer noch weniger verdienen als Männer. Deutlich wird in der Umfrage, dass die von den SPÖ-Frauen vorgeschlagenen oder bereits umgesetzten Maßnahmen breite Unterstützung finden: 88,5% (Angaben „sehr“ oder „eher“) sind der Meinung dass Mehr Lohntransparenz dabei hilft, die Einkommensschere zu verkleinern. 75% sind für einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab dem 1. Lebensjahr, um Beruf und Familie besser vereinbaren zu können. 86% wollen mehr Frauen in Führungspositionen, 79% glauben eine Quote würde das unterstützen.
Einem Mindestlohn von 1500,- Euro für Vollzeit finden 93% begrüßenswert, damit Frauen nicht trotz Arbeit in Armut leben müssen. 73% glauben, dass sich die Chancen von Frauen am Arbeitsmarkt verbessern werden.