Pflege, SPÖ, Heinisch-Hosek

Heinisch-Hosek: SPÖ will die Pflege für die Zukunft sicherstellen

Vorfälle in einem Pflegeheim in Kirchstetten in Niederösterreich erschüttern

„Alle Menschen haben ein Recht auf eine würdevolle und gute Versorgung im Alter. Wer Hilfe braucht, soll diese auch bekommen. Darüber darf nicht die Brieftasche entscheiden “, sagte heute SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek zu dem SPÖ-Konzept für die Zukunft der Pflege, das heute Sozialminister Alois Stöger vorgestellt hat. „Beste Pflege und gute Arbeitsbedingungen sind dabei zentral“.

Als nächste Schritte im SPÖ-Konzept sind eine Pflegegeld-Erhöhung für schwerst behinderte Kinder sowie die Übernahme von 50 Prozent der Kostenbeiträge für die mobile Pflege geplant. Für Pflegeberufe und in die Ausbildung muss verstärkt investiert werden. Zur Finanzierung ist eine Erbschaftssteuer ab 1 Million Euro vorgesehen. Damit würden die reichsten zwei Prozent der ÖsterreicherInnen einen gerechten Beitrag leisten.

Zentrale Punkte des SPÖ-Konzepts für die Pflege sind Mindeststandards bei der Betreuung, eine Stärkung der PatientInnen durch Pflegeanwaltschaften und eine bundesweite und unabhängige Kontrolle. „Wir treten ganz klar gegen eine Zwei-Klassen Medizin auf. Genau das würde aber mit den Kürzungs- und Einsparungsplänen von Kurz geschehen. Das lassen wir nicht zu“, so Heinisch-Hosek.

Dass in Zukunft besser kontrolliert werden muss, zeigen im Falter veröffentlichte Dokumente über schreckliche Vorfälle in einem Pflegeheim in Kirchstetten in Niederösterreich. Darin wird von sexuellem Missbrauch, Demütigungen, körperlicher und psychischer Gewalt und Sadismus berichtet. „Diese Vorwürfe erschüttern uns alle zutiefst. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Die zuständige ÖVP-Landesrätin Schwarz in Niederösterreich darf nicht zur Tagesordnung übergehen“, so Heinisch-Hosek.

„Bei der Pflege darf nicht gespart werden. Die SPÖ sagt klar, wie sie sich die Finanzierung vorstellt. Nur so können wir in eine sichere Zukunft blicken“, so Heinisch-Hosek.