SPÖ-Frauen; FSG-Frauen; Umfrage; Arbeit

SPÖ-Frauen und FSG-Frauen: Wir wollen, dass alle Frauen vom Aufschwung profitieren!

SPÖ- und FSG-Frauen-Umfrage zeigt: Überwiegende Mehrheit ist für Umsetzung der SPÖ-Forderungen nach mehr Lohntransparenz, steuerfreiem Mindestlohn, Ausbau der Kinderbetreuung

SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek, die Frauenvorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen Stadträtin Renate Brauner und die Frauenvorsitzende der FSG im ÖGB Ilse Fetik haben heute, Freitag, in einer gemeinsamen Pressekonferenz die Ergebnisse einer Umfrage rund um das Thema Frauen und Arbeit präsentiert: „Bei der kommenden Nationalratswahl geht es vor allem auch für die Frauen um alles“, betonte Brauner. „Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass unsere Maßnahmen zu greifen beginnen, aber dass noch einiges zu tun ist“, sagte Heinisch-Hosek. „Maßnahmen wie die Aktion 20.000 und der Beschäftigungsbonus und die Auswirkungen der Steuerreform bewirken, dass es bergauf geht in Österreich. Mehr Arbeitsplätze bedeuten mehr Wirtschaftswachstum. Aber das ist nicht genug: Wir wollen, dass alle Frauen zur Gänze profitieren.“

Mitte März haben SPÖ- und FSG-Frauen österreichweit im Rahmen ihrer Halbjahreskampagne „Plan A für die Frauen: Wir machen Zukunft“ eine informelle Umfrage unter ÖsterreicherInnen gestartet. Bis Anfang September wurden bei Hausbesuchen und Straßenaktionen sowie in Betrieben und online 5.341 Frauen und Männer befragt. „In einigen Bereichen haben wir bereits viel erreicht: Bessere Vereinbarkeit im Beruf, Qualifizierung zum beruflichen Aufstieg, fairere Entlohnung, wirksamer Gewaltschutz und der Kampf gegen die gläserne Decke“, so Brauner. Das spiegelt sich in den Umfrageergebnissen wider.

Befragt aber nach dem Einkommen und den Aufstiegsmöglichkeiten, zeigt sich: 39 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden. Bei den Aufstiegsmöglichkeiten sind 55 Prozent weniger oder gar nicht zufrieden. „Die Studie zeigt, dass fast 50 Prozent der Menschen – darunter hauptsächlich Frauen – mit dem Einkommen nicht auskommen. Deshalb ist die Forderung nach 1.500 Euro steuerfreiem Mindestgehalt eine ganz wichtige“, betonte Fetik. Der Mindestlohn von 1.500 Euro hat eine besonders hohe Zustimmung – 92 Prozent der Befragten unterstützen diese Forderung. „Das hilft vor allem Frauen. Denn, weit mehr als 200.000 Frauen verdienen derzeit weniger als 1.500 Euro bei Vollzeitarbeit. Und wir wollen nun den nächsten Schritt gehen: 1.500 Euro Einkommen soll steuerfrei sein“, so Heinisch-Hosek.

Außerdem spricht sich die SPÖ für ein Lohntransparenzgesetz aus. 88 Prozent der Befragten stimmen zu, dass Lohntransparenz ein gutes Mittel ist, um die Einkommensschere zu verringern. 80 Prozent der Befragten sind außerdem überzeugt davon, dass eine Quote in Aufsichtsräten wirkt. „Wir müssen ein Klima in den Betrieben schaffen, dass Frauen sich weiterentwickeln können“, so Fetik. Die SPÖ fordert daher eine 40-Prozent-Quote für Frauen in Aufsichtsräten privater Unternehmen sowie eine Quote für Leitungsfunktionen. „Unser Ziel ist klar: Es braucht mehr Frauen in Führungspositionen“, sagte Fetik.

Auch die SPÖ-Forderungen nach einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungs- und Bildungsplatz ab dem 1. Lebensjahr findet breite Unterstützung. 78 Prozent der Befragten sind dafür. Dass diese Forderungen keine Träumereien seien, zeige das Beispiel Wien, sagte Brauner: Gratis-Kindergarten, niedrigster Gender-Pay-Gap, niedrigste Frauen-Teilzeitquote, höchste Frauen-Erwerbsquote oder die punktgenauen Qualifizierungsmaßnahmen durch den Wiener ArbeitnehmerInnen-Förderungsfonds. „Wien beweist auch: Nur eine starke Sozialdemokratie ist die Garantie für eine konkrete, konsequente und gelebte Frauenpolitik", betonte Brauner.

Ergebnisse der Umfrage: https://tinyurl.com/y6wemk6b
Fotos der Pressekonferenz: https://tinyurl.com/ycknekz4