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Heinisch-Hosek zu ÖVP-Plänen: Fast alle Alleinerzieherinnen sind die Verliererinnen der Steuerpläne von Kurz

ÖVP nimmt Kinderarmut in Kauf – SPÖ-Frauen wollen Sachleistungen ausbauen und eine Unterhaltsgarantie für Kinder

„Gerade Alleinerzieherinnen und ihre Kinder haben es oft schwer, über die Runden zu kommen. Es ist skandalös, dass die Kurz-ÖVP diese wichtige Gruppe völlig ausblendet“, sagte heute SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek zu den Berechnungen der Innsbrucker Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW). Demnach sind fast alle Alleinerzieherinnen die klaren Verliererinnen der Steuerpläne von Kurz.

„Alleinerzieherinnen brauchen einen Ausbau der Sachleistungen statt Steuerprivilegien für Reiche. Darum ist ein rascher Ausbau der Kinderbetreuung und der Ganztagsschulen nötig“, so die Bundesfrauenvorsitzende. Und weiter: „Wie soll eine Alleinerzieherin ihren Job ausüben, wenn es zu wenig ganztägige Kinderbetreuungsplätze und Schulen in der Umgebung gibt? Gerade am Land ist das ein Problem. Spätestens ab dem Jahr 2020 braucht es einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem vollendeten 1. Lebensjahr.“

„Im Gegensatz zur ÖVP haben wir im Plan A ganz klar festgelegt, dass wir Alleinerziehende unterstützen wollen. Denn im Jahr 2016 gab es 121.000 Ein-Eltern-Haushalte mit insgesamt 159.00 Kinder. Rund ein Drittel dieser Kinder war armutsgefährdet. Das dürfen wir nicht zulassen“, betont Heinisch-Hosek. Ein Problem seien oft fehlende oder unzureichende Unterhaltszahlungen. „Wir wollen eine Unterhaltsgarantie einführen, die im Familienbeihilfensystem angesiedelt ist. Damit ist jedes Kind abgesichert“, so Heinisch-Hosek.

„Wir lassen nicht zu, dass die ÖVP den sozialen Frieden in Österreich zerstört. Alle sollen etwas vom Aufschwung haben, nicht eine kleine Gruppe Reicher und Privilegierter“, stellt Heinisch-Hosek klar.