Grossmann, SPÖ, Gleichberechtigung

Equal Pension Day – Grossmann: Pensionslücke zwischen Frauen und Männern weiter konsequent bekämpfen!

Plan A hat die richtigen Antworten – weitere Erhöhung des Mindestlohns wichtiger Schritt – mehr Vollzeitarbeitsplätze für Frauen statt unfreiwilliger Teilzeit!

Frauen bekommen nicht nur ein geringeres Einkommen, sondern auch deutlich weniger Pension – heuer sind es über 40 Prozent. „Auf diese Ungerechtigkeit macht der Equal Pension Day aufmerksam, der in Österreich am 27. Juli ist. Der morgige Equal Pension Day markiert jenen Tag, an dem Männer bereits so viel Pension erhalten haben, wie Frauen erst am Jahresende erreichen werden. Dass Frauen um über 40 Prozent weniger Pension bekommen, ist ein Alarmzeichen und ein Auftrag, bestehende Maßnahmen im Kampf gegen Altersarmut und Einkommensungerechtigkeit entschlossen fortzuführen und auszubauen“, betonte die steirische SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Elisabeth Grossmann heute, Mittwoch. Umso wichtiger sei es daher, dass sich im Plan A von Bundeskanzler Christian Kern die richtigen Konzepte zur Verringerung der Pensionslücke finden wie zum Beispiel die Erhöhung des Mindestlohns oder der flächendeckende Ausbau qualitativ hochwertiger Kinderbetreuung. Gefordert sieht Grossmann aber auch die Wirtschaft, die mehr Vollzeitarbeitsplätze für Frauen anbieten muss.

Die Ursachen für niedrige Frauenpensionen seien, so Grossmann, vielfältig. Die SPÖ-Politikerin nannte hier etwa hohe, meist unfreiwillige Teilzeitquoten bei berufstätigen Frauen, das Fehlen von genügend ganztägigen Kinderbetreuungsplätzen und den Umstand, dass von ArbeitgeberInnen keine Vollzeitbeschäftigung angeboten wird. Gefordert sieht Grossmann hier auch die Wirtschaft und öffentliche Arbeitgeber : „Ein wichtiger Schritt wäre es, wenn offene Stellen zuerst teilzeitbeschäftigten Mitarbeiterinnen zur Aufstockung auf Vollzeit angeboten werden, bevor weitere Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse installiert werden“, betonte die steirische SPÖ-Landesfrauenvorsitzende, die hier auch auf die Wichtigkeit der Forderungen der SPÖ Frauen verwies. „Mit der auf Druck der SPÖ erreichten Erhöhung des Mindestlohns auf 1.500 Euro ist ein wichtiger Schritt gelungen. Eine Erhöhung auf 1.700 Euro muss der nächste Schritt sein“, unterstrich Grossmann eine Forderung der SPÖ Frauen.

„Wir müssen aber auch – wie im Plan A gefordert – beim Ausbau der Kinderbetreuungsplätze den Turbo einschalten, denn flächendeckende und qualitativ hochwertige Kinderbetreuungsplätze sind für Frauen eine wichtige Voraussetzung dafür, Vollzeit zu arbeiten und Familie und Beruf zu vereinbaren“, unterstrich Grossmann, die hier auch die SPÖ-Forderung nach einem Rechtsanspruch auf Ganztags-Kinderbetreuung ab dem vollendeten 1. Lebensjahr unterstrich. Von entscheidender Bedeutung sei auch der engagierte Kampf gegen Altersarbeitslosigkeit: „Mit der Aktion 20.000 und dem Beschäftigungsbonus haben wir wertvolle Instrumente geschaffen, die es auszubauen gilt“, betonte Grossmann.

Eine klare Absage erteilte Grossmann einer vorzeitigen Anhebung des Frauenpensionsalters: „Dies ist strikt abzulehnen, zumal das zu einer weiteren Reduktion der Pensionen führen würde. Denn rund ein Drittel aller Frauen geht nicht direkt aus der Erwerbstätigkeit, sondern aus der Arbeitslosigkeit heraus in Pension“, erklärte Grossmann.