Unterrichtsausschuss, Grossmann, SPÖ

Grossmann: Wichtige Bildungspakete vor dem Abschluss – „Reformen, die im Klassenzimmer ankommen“

Unterrichtsausschuss macht Weg frei für Schulautonomie, Modellregionen, Erwachsenenbildung und mehr QuereinsteigerInnen als LehrerInnen

Im heutigen Unterrichtsausschuss steht nicht nur die gestern endgültig vereinbarte Bildungsreform mit Schulautonomie, Schulclustern und den Modellregionen für die gemeinsame Schule auf der Tagesordnung, sondern auch weitere bildungspolitische Reformen, „die wichtige Impulse zur Verbesserung des Schulsystems und für mehr Chancengerechtigkeit bringen“, freut sich SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann. So gibt es Änderungen bei der gemeinsamen LehrerInnenausbildung, die den Lehrberuf auch für QuereinsteigerInnen attraktiver machen soll, sowie die Verlängerung von Maßnahmen zum Nachholen von Bildungsabschlüssen.

Zur Schulautonomie und der Bildung von Schulclustern betonte Grossmann den pädagogischen Mehrwert dieser Maßnahmen: Durch autonome, flexiblere Organisation und Unterrichtsgestaltung können LehrerInnen Schwerpunkte setzen und den Unterricht individueller gestalten. Die Schulcluster wiederum werden den Schulen die Möglichkeit geben, im Verbund vielfältigere Lern- und Freizeitangebote zu machen, etwa indem bestehende Infrastrukturen wie Schwimmbäder oder Turnhallen gemeinsam genutzt werden können.

Außerdem kann durch den flexibleren Einsatz von Lehrkräften dafür gesorgt werden, dass LehrerInnen gezielt eingesetzt werden und nicht fachfremd unterrichten müssen. „Die Reformen werden im Klassenzimmer ankommen“, ist Grossmann überzeugt. Was die KlassenschülerInnenhöchstzahl betrifft, betont Grossmann, dass 25 die Richtgröße bleibe. „Keinem wird etwas weggenommen, aber Ressourcen kommen verstärkt dorthin, wo sie benötigt werden.“

Ebenfalls heute im Ausschuss beschlossen werden Anpassungen im Studienrecht an den Pädagogischen Hochschulen und den Universitäten, die die PädagogInnenbildung Neu seit 2013 gemeinsam durchführen. Neben technischen Anpassungen – etwa was Titel, Fristen oder das Studienjahr betrifft – wird für QuereinsteigerInnen die Möglichkeit geschaffen, sich zu LehrerInnen ausbilden zu lassen. „Wer einen einschlägigen Bachelor und eine fachspezifische Berufserfahrung hat, kann dann berufsbegleitend ein Master-Studium in den Schulfächern absolvieren, wo es Bedarf an LehrerInnen gibt. Diese QuereinsteigerInnen werden positive neue Impulse in die Schulen bringen“, so Grossmann.

Dritter wichtiger Gesetzesbeschluss heute ist die 15a-Vereinbarung zur Förderung der Basisbildung und zum Nachholen von Bildungsabschlüssen. Durch Verlängerung dieser Förderung – Gesamtvolumen 111,5 Mio. Euro – und die Ausweitung der Förderperiode sollen weitere 27.000 Personen eine kostenlose Basisbildung bzw. einen Pflichtschulabschluss nachholen.