SPÖ-Frauen Salzburg: Frauen sollen von der Digitalisierung profitieren

Mit einer Straßenaktion machten die SPÖ Frauen auf ihre neue Kampagne aufmerksam. Dabei geht es um die neuen digitalen Herausforderungen in der Arbeitswelt.

„Frauen sind nach wie vor am Arbeitsmarkt benachteiligt. Durch die Digitalisierung und Automatisierung steht die Arbeitswelt vor einem neuen Umbruch. Das birgt Gefahren, aber auch Chancen, wenn wir die Rahmenbedingungen für die Arbeit der Zukunft aktiv mitgestalten. Frauen müssen zu Profiteurinnen der Digitalisierung werden“, erklärt die SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Ingrid Riezler-Kainzner.
 
„Mit unserer Aktion, bei der uns die Roboter-Pappfigur Roberta  als Blickfang begleitet, wollen wir mit Frauen ins Gespräch kommen und ein Bewusstsein schaffen“, begründet SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Ingrid Riezler-Kainzner die Kampagne. In vielen Fällen  seien auch jene Arbeitsbereiche von der Digitalisierung betroffen, in denen vor allem Frauen beschäftigt sind. „Nicht nur die Industrie, sondern besonders der Büro- und Dienstleistungsbereich sowie die Pflege werden stark von der Digitalisierung betroffen sein: Personal, das durch Automaten ersetzt wird, kennen wie wir schon in den Banken“, führt Riezler-Kainzner weiter aus. Roboter werden für den Bereich Pflege entwickelt, schon jetzt ist besonders in der mobilen Pflege das Smartphone ein wichtiges Arbeitsgerät. Gleichzeitig dient es der Überwachung und Kontrolle der Arbeitszeit und wird von vielen als belastend empfunden.
 
Digitalisierung ist bereits passiert
Obwohl sich unsere Arbeitswelt erst am Anfang der digitalen Revolution befindet, ist diese bereits im vollen Gang. Sichtbar wird dies etwa an am wachsenden Onlinehandel, aber auch vor Ort in den Geschäften an den Selbstbedienungskassen. Gleichzeitig eröffnen sich große Chancen in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik, in welchen bisher nur 10 bis 12 Prozent der Beschäftigten Frauen sind.  „Sorge bereiten mir die neuen prekären Beschäftigungsformen wie Crowdwork, die neue Form der Heimarbeit“, so Riezler-Kainzner. Schlechte Bezahlung ohne Arbeitsvertrag seien hier zum Großteil die Realität.
 
Zukunft der Arbeit mitgestalten
„Digitalisierung passiert. Mit oder ohne uns. Ich bin der Meinung, dass sie mit der Einmischung von uns Frauen passieren muss. Mit einem Fragebogen wollen wir in Erfahrung bringen, wo Frauen die größten Herausforderungen in der Digitalisierung sehen. Wir wollen erfragen, inwieweit Frauen mit Digitalisierung und Automatisierung jetzt in ihrem beruflichen Alltag schon konfrontiert sind und was sie brauchen, um diese Herausforderungen bewältigen zu können“, ist Riezler-Kainzner überzeugt und schließt: „Wir können die positiven Auswirkungen der Digitalisierung nur nutzen, wenn wir Frauen die Chance ergreifen und Zukunft der Arbeitswelt aktiv mitgestalten.“