Frühjahrskampagne der SPÖ-Frauen: „Wir machen Zukunft. Arbeit im digitalen Wandel“.

Yildirim/Wurm: „Der Arbeitsmarkt verändert sich. Wir wollen mit Befragungen erheben, wie es Frauen damit geht und Chancen schaffen“.

Neue Technologien, Computerprogramme, Roboter – durch die Digitalisierung entwickelt sich die Arbeitswelt rasant. Das schafft neue Herausforderungen und auch Risiken. „Wir wollen die Zukunft der Arbeit aktiv gestalten und mehr Chancen für Frauen schaffen“, sagen Landesfrauenvorsitzende GRin Selma Yildirim und SPÖ-Frauensprecherin NRin Gisela Wurm. Die SPÖ-Frauen starten eine informelle Umfrage gemeinsam mit den FSG-Frauen –  bei Hausbesuchen und Straßenaktionen sowie in Betrieben. Im Mittelpunkt stehen Wünsche, Vorstellungen und Forderungen von Frauen für das Thema Arbeit. Die Ergebnisse sollen Ende Juni präsentiert werden.

1.500 Euro Mindestlohn hilft vor allem Frauen
Der Plan A sieht einen Mindestlohn von 1.500 Euro vor. Weit mehr als 200.000 Frauen verdienen derzeit weniger als 1.500 Euro bei Vollzeit. Gerade in frauendominierten Branchen sind die Löhne niedrig, wie etwa in den Bereichen Beherbergung und Reinigung. Ein Mindestlohn ist ein wichtiger Beitrag, um Armut zu vermeiden und trägt zur sozialen Sicherheit bei. Im aktualisierten Arbeitsprogramm der Regierung wurde fixiert, dass die SozialpartnerInnen bis Ende Juni 2017 erste Ergebnisse präsentieren.

Gerechtigkeit mit Lohntransparenz
Der Plan A sieht ein Lohntransparenzgesetz vor, mit dem die Gehälter im Betrieb offen gelegt werden. Wenn eine Frau weiß, wie viel ihr männlicher Kollege mit gleicher Ausbildung, Berufserfahrung und Tätigkeit verdient, hat sie in den Gehaltsverhandlungen bessere Argumente bei der Hand. Denn Frauen verdienen im Schnitt noch immer 23 Prozent weniger als Männer.

Mehr Frauen in Top-Positionen: Die Quote kommt
Der Plan A sieht Quoten in Aufsichtsräten und Top-Positionen vor. Im Arbeitsprogramm der Regierung ist eine 30 Prozent Quote in den Aufsichtsräten großer Unternehmen ab 1.1.2018 fix. Die Quote wirkt. Das zeigen die Beschlüsse aus 2011 für die staatsnahen Unternehmen. Dort sind bereits 38 Prozent Frauen in Aufsichtsräten. In Deutschland gilt die Quote für die Privatwirtschaft seit Anfang 2016, das wollen wir uns als Vorbild nehmen.

Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz
Der Plan A sieht einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab dem 1. Lebensjahr ab spätestens 2020, ein verpflichtendes zweites gratis Kindergartenjahr sowie einheitliche Qualitätsstandards vor. Im Arbeitsprogramm der Regierung für die kommenden Monate wurden ein zweites verpflichtendes Gratiskindergartenjahr und ein österreichweiter Qualitätsrahmen vereinbart.

Online gibt es den Fragebogen hier: wirmachenzukunft.frauen.spoe.at/tirol