Cornelia Ecker

Bild: SPÖ

Seit 2013 bin ich SPÖ Abgeordnete zum Nationalrat für den Salzburger Wahlkreis Flachgau und Tennengau. Zu Hause in Bürmoos betreibe ich gemeinsam mit meinem Bruder eine Metzgerei, welche sich auf die Erzeugung von Biofleischwaren spezialisiert hat.

In unserem Familienbetrieb wird viel Wert auf Tradition gelegt, aber auch bei uns hält die Digitalisierung immer mehr Einzug. Der Großteil unserer Kunden bestellt nicht mehr via Telefon oder direkt bei unseren Marktständen, sondern per E-Mail und über unsere Homepage. Tägliches E-Mail checken ist für mich Pflicht, um alle Bestellungen erfassen zu können. Auch der komplette Zahlungsverkehr hat sich durch die Digitalisierung für uns verändert. Früher haben wir unsere Überweisungen mittels Erlagschein getätigt,  heute wird alles elektronisch direkt aus dem Büro erledigt. Unsere Registrierkassen sind mittlerweile auch alle elektronisch und miteinander vernetzt und können zentral gesteuert werden. Mit einem Klick bekomme ich alle Informationen die ich brauche. Auch die Kommunikation mit dem Finanzamt läuft mittlerweile voll elektronisch ab. Steuererklärung und Co werden heute mittels E-Antrag online an das Finanzamt übermittelt.

Die Arbeit hat sich durch die Digitalisierung verändert. Heute kann ich vieles direkt vom Büro aus erledigen und kann so lange Wartezeiten auf der Bank oder am Finanzamt umgehen. Eines der wichtigsten Arbeitsgeräte ist mittlerweile der Computer geworden.

Ich stehe der Digitalisierung grundsätzlich sehr positiv gegenüber, da mir als Abgeordnete und  Mutter jede Möglichkeit, die mir hilft Zeit zu sparen, sehr willkommen ist. Eine große Anzahl an Wegen fällt weg, da nun vieles von zu Hause aus, vom Esstisch erledigt werden kann. So regle ich auch den  Zahlungsverkehr von meinem Computer aus, da dieser ja nicht an Öffnungszeiten gebunden ist. Da ich ein Mensch bin, der den direkten Kontakt zu Menschen sehr schätzt, stört mich an der Digitalisierung die damit einhergehende Anonymität. Früher habe ich mit allen Kundinnen und Kunden telefoniert, kannte sie meistens sogar persönlich. Durch die Verlagerung der Kommunikation auf das  E-Mail ist die Gefahr sehr groß, dass der persönliche Kontakt gänzlich verloren geht. Deshalb versuche ich bewusst auch das persönliche Gespräch, trotz E-Mail, mit meinen Kundinnen und Kunden zu suchen.

Natürlich verändern sich durch die Digitalisierung viele Arbeitsabläufe und Prozesse. Die voranschreitende Digitalisierung könnte für uns Frauen, aber eine große Chance sein. Technische Berufe werden in Zukunft immer wichtiger und gefragter werden und hierfür sollten Frauen gezielt geschult und ausgebildet werden. Ich bin davon überzeugt, dass es viele Frauen gibt, die Interesse daran haben, einen technischen Beruf auszuüben. Doch leider ist dieses Gebiet auch heute noch sehr männlich dominiert und viele Frauen haben Probleme, dort akzeptiert zu werden. Hier müssen wir in der Politik ansetzen und gezielt dagegen steuern, um mehr Frauen für die immer wichtiger werdende Technikbranche zu begeistern. Dafür setze ich mich ein.