Niederösterreich, SPÖ, Frauen

LAbg. Vladyka: Plan A für Frauen umsetzen!

Weiterer Ausbau von ganztägigen Kinder-Bildungseinrichtungen und 1.500 Euro Mindestlohn sind erste Schritte in eine gleichberechtigte Zukunft

Das gänzliche Schließen der Einkommensschere zwischen Mann und Frau liegt wohl mit einer Spannweite von 22,94 % in NÖ noch in reichlich weiter Ferne. „Daher müssen die notwendigen Schritte aus dem Plan A nun schleunigst angegangen werden. Im Mittelpunkt davon muss zum einen der Mindestlohn – 1.500 Euro können hier jedoch nur ein Zwischenschritt zu unserer SPÖ NÖ-Forderung nach 1.700 Euro sein – zum anderen der ganztägige Ausbau der Kinder- und Kleinstkind-Bildungseinrichtungen stehen“, so LAbg. Christa Vladyka, Frauensprecherin der SPÖ im NÖ Landtag.

Etwa 356.500 Beschäftigte verdienen derzeit in Österreich weniger als 1.500 Euro brutto für eine Vollzeitbeschäftigung. Die Betroffenen sind zu zwei Drittel Frauen. Vladyka weiter: „Ein Mindestlohn ist ein wichtiger Beitrag, um Armut zu vermeiden und trägt zur sozialen Sicherheit bei. Außerdem ist es wichtig, dass Männer, wie Frauen mit dem Verdienst einer Vollzeit-Arbeit auch ihr Auskommen finden können und dies ist bei steigenden Preisen – speziell in den Bereichen Wohnen, Mobilität und Lebensmittel – mit einem Einkommen unter dieser Grenze nur noch sehr eingeschränkt möglich.“

Jede zweite Frau in Österreich arbeitet Teilzeit und nimmt damit Einbußen beim Einkommen und in der Pension in Kauf. Dazu sei man von Halbe-Halbe in der Karenz, bis ins Alter von 2 ½ Jahren, noch einigermaßen weit entfernt und auch im weiterführenden Kindergartenalter fehlen vielerorts Ganztags-Kinder-Bildungsangebote, wodurch eben meist die Frau – weil sie über weniger Einkommen verfügt als der Mann – zur Annahme eines Halbtags-Jobs geradezu gezwungen ist. Bis 2020 möchte man einen freiwilligen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab dem 1. Lebensjahr erwirken. „Das zweite verpflichtende Gratiskindergartenjahr wurde bereits im neuen Arbeitsprogramm der Regierung verankert, ebenso wie ein österreichweiter Qualitätsrahmen. Dies sind erste Schritte, die die Gleichberechtigungsbestrebungen positiv beeinflussen werden“, so Vladyka abschließend.