SPÖNÖ, Niederösterreich, Frauentag

Duzdar/Schmidt/Laimer: Arbeit im digitalen Wandel – Chancen für Frauen schaffen

Internationaler Frauentag: SPÖ NÖ fordert weiterhin 1.700 Euro brutto Mindestlohn

„Die Digitalisierung ist eine Chance, die wir aktiv nützen und mitgestalten müssen. Es geht um den gesellschaftlichen Mehrwert und die neuen Möglichkeiten. Wir dürfen dabei aber auch nicht die Schattenseiten vergessen. Insbesondere der Hass im Netz trifft Frauen massiv. Dagegen gilt es vorzugehen, was wir mit der von mir als Digitalstaatssekretärin koordinierten Initiative #GegenHassimNetz machen. Mit der kommenden Meldestelle und Informationsmaterial unterstützen wir aktiv die Betroffenen“, sagt Staatssekretärin Muna Duzdar.

Neue Technologien, Computerprogramme, Roboter – die Digitalisierung beeinflusst auch Ausbildung und Arbeitsmarkt massiv. „Wir wollen die Zukunft der Arbeit aktiv gestalten und mehr Chancen für Frauen schaffen – etwa durch gezieltere Qualifizierung oder verstärkte Investitionen durch Unternehmen und die öffentliche Hand“, sagt Landesfrauenvorsitzende Elvira Schmidt anlässlich des Internationalen Frauentages. Die SPÖ-Frauen starten eine Umfrage gemeinsam mit den FSG-Frauen – bei Hausbesuchen und Straßenaktionen sowie in Betrieben. Im Mittelpunkt stehen Wünsche, Vorstellungen und Forderungen von Frauen zum Thema Arbeit. Die Ergebnisse sollen Ende Juni präsentiert werden.

„Die Digitalisierung birgt vor allem für Menschen mit niedriger Qualifikation ein höheres Automatisierungsrisiko. Demgegenüber erhöht sich jedoch der Bedarf an hochqualifizierten Fähigkeiten. Die Chancen, dieser Polarisierung entgegenzuwirken, liegen in der Bereitschaft für lebensbegleitende Weiterbildung, um mit den strukturellen Veränderungen besser mitzukommen oder auch in neu entstehende Berufsfelder umsatteln zu können. Darum liegt unser Focus auch auf lebenslanger Aus- und Weiterbildung“, erklärt Schmidt. Wichtig sei ihr auch ein Lohntransparenzgesetz, wie es im Plan A vorgesehen ist: „Wenn eine Frau weiß, wie viel ihr männlicher Kollege mit gleicher Ausbildung, Berufserfahrung und Tätigkeit verdient, hat sie in den Gehaltsverhandlungen bessere Argumente. Denn Frauen verdienen im Schnitt noch immer 23 Prozent weniger als Männer.“

70 Prozent der Berufe, die es in 25 Jahren geben werde, kenne man heute noch nicht, sagt SPÖ NÖ Landesgeschäftsführer Robert Laimer. Klar sei aber, dass sie hohe Kompetenzen im Bereich der digitalisierten Medien fordern werden. „Die Politik muss dafür Sorge tragen, dass niemand durch die veränderten Arbeitsbedingungen auf der Strecke bleibt und vor allem die unteren Einkommen stärker vom digitalen Wandel profitieren. Weit mehr als 200.000 Frauen verdienen derzeit weniger als 1.500 Euro bei Vollzeit. Gerade in frauendominierten Branchen sind die Löhne niedrig, wie etwa in den Bereichen Beherbergung und Reinigung. Der im Plan A festgelegte Mindestlohn von 1500 Euro brutto ist ein wichtiger Zwischenschritt zu dem von der SPÖ NÖ geforderten Mindestlohn von 1.700 Euro, um Armut entgegenzuwirken und er trägt zur sozialen Absicherung bei“, sagt Laimer.