Sozialpartner, Flexibilisierung, Mindestlohn

Kucharowits: Einführung des Mindestlohns ist „höchst an der Zeit“

Arbeit muss einfach fair und gut bezahlt werden

SPÖ-Jugendsprecherin Katharina Kucharowits begrüßt die Vorhaben der Bundesregierung, im neuen Arbeitsprogramm einen fairen Mindestlohn einzuführen.

Es sei für Kucharowits „höchst an der Zeit“, denn: „Arbeit muss einfach fair und gut bezahlt werden, niemand mit einem Vollzeitjob soll künftig von weniger als 1.500 Euro brutto leben müssen.“

Wie auch Sozialsprecher Josef Muchitsch sieht auch Kucharowits mittelfristig einen Brutto-Mindestlohn von 1.700 Euro als erstrebenswert an: „Derzeit bekommen 300.000 Menschen auf Basis von Vollzeitarbeit einen Bruttolohn, der unter 1.500 Euro liegt, zwei Drittel von ihnen sind Frauen. Das muss sich einfach dringend ändern!“

Die Jugendsprecherin spricht sich auch dafür aus, beim Thema faire Bezahlung auch Praktika im Blick zu haben. „Noch immer arbeiten viele junge Menschen in prekären bis unbezahlten Jobs und werden als Billigstarbeitskräfte ausgebeutet – auch sie haben das Recht auf eine gute Entlohnung!“, erklärt Kucharowits.

Positiv wertet Kucharowits, dass die Sozialpartner mit der Ausarbeitung eines Modells für flexible Arbeitszeiten beauftragt werden, denn so wird sichergestellt, dass die Bedürfnisse und Interessen der ArbeitnehmerInnen in Österreich in den Verhandlungen stark vertreten werden. „Die Forderungen nach mehr Flexibilität sind verständlich und liegen in manchen Branchen auf der Hand. Klar ist aber, dass sich die Arbeitsbedingungen für ArbeitnehmerInnen dadurch nicht verschlechtern und diese selbst ihre Wahlarbeitszeit festlegen können, darauf werden wir achten“, betont Kucharowits.