Greiner, Einkommensbericht, Rechnungshof

Einkommensbericht – Greiner: Brauchen Mindestlohn, Frauenquoten und Lohntransparenz

Rechnungshof zeigt weiterhin große Lohnschere und hohe Teilzeitquote bei Frauen

Im Rechnungshofausschuss wird heute, Donnerstag, der aktuelle Einkommensbericht des Rechnungshofes diskutiert. Er zeigt einmal mehr die nach wie vor große Lohnschere zwischen Männern und Frauen und den übergroßen Frauenanteil bei Teilzeitbeschäftigten.

SPÖ-Abgeordnete Karin Greiner, Mitglied im Rechnungshofausschuss, bekräftigt die SPÖ-Forderung nach substanziellen Maßnahmen für mehr Lohngerechtigkeit. „Der Einkommensbericht bestätigt die Forderungen der SPÖ und die Konzepte im ‚Plan A‘ von Christian Kern: Wir brauchen einen Mindestlohn von 1.500 Euro, ein Lohntransparenzgesetz, verpflichtende Frauenquoten für die Privatwirtschaft und den Ausbau von Kindergartenplätzen und Ganztagsschulen“, so Greiner.

Greiner begrüßt, dass es gelungen ist, im neuen Regierungsprogramm 1.500 Euro Mindestlohn zu verankern – „mehr als 200.000 Frauen werden davon profitieren“. Ebenso wichtig sind das zweite Gratis-Kindergartenjahr und ein österreichweiter Qualitätsrahmen für Kindergärten, der auch entsprechende Öffnungszeiten enthält. Denn der übergroße Frauenanteil unter den Teilzeitbeschäftigten (83 Prozent) ist zu einem großen Teil (33 Prozent) auf Betreuungs- und Pflegeaufgaben zurückzuführen. „Auch wenn viele Frauen Teilzeit arbeiten wollen – wenn der Kindergarten zu Mittag schließt oder kein Hort vorhanden ist, relativiert sich diese ‚Freiwilligkeit‘.“

Auch dass es auf Druck der SPÖ endlich gelungen ist, im Regierungsprogramm eine verpflichtende 30-Prozent-Quote für Aufsichtsräte zu verankern, sei ein erster Schritt zu mehr Lohngerechtigkeit. „Die Zahlen zeigen aber auch, dass in allen Funktionsstufen auch bei Vollzeit die Gehaltsunterschiede weiter groß sind. Wir brauchen deshalb endlich ein Lohntransparenzgesetz, das die Unternehmen zur Offenlegung verpflichtet“, fordert Greiner.