Aufsichtsrat, tirol, Yildirim

Yildirim: „Langer Weg zur Gleichberechtigung“

AK-Report unterstreicht Notwendigkeit der Frauenquote. Land Tirol ebenfalls in der Pflicht. Gremien dürfen keine Männerdomänen sein.

Wie notwendig die auf Bundesebene beschlossene Frauenquote für Aufsichtsräte auch in der Privatwirtschaft ist, unterstreicht einmal mehr der gestern wieder von der AK veröffentlichte „Frauen.Management.Report“. Derzeit sind in den Aufsichtsräten der Top 200 Unternehmen 18,1% Frauen vertreten. 61 der 200 Unternehmen haben keine einzige Frau im Aufsichtsrat“, fasst Selma Yildirim, Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Tirol zusammen. Zusätzliches Argument: Zahlreiche Studien belegen, dass gemischte Führungsteams bessere Ergebnisse erwirtschaften.

Aber nicht nur in der Privatwirtschaft braucht es Quoten. „Im öffentlichen Bereich liegt ebenfalls einiges im Argen. Das sieht man an den Zahlen im Land Tirol“, schildert Yildirim.

Beim Land Tirol arbeiten nur 17% Frauen in Führungspositionen. „Das Frauenförderungsprogramm von LH Platter sieht 40% Frauen auf allen Ebenen vor. Das nur in ein Papier zu schreiben, hilft allerdings nichts. Es braucht verbindliche Quoten und Sanktionen bei Nichteinhaltung.“

Besonders ärgerlich findet Yildirim die Besetzung beim Landesinstitut für Integrierte Gesundheitsversorgung. „Der Beirat ist überhaupt eine gänzlich frauenfreie Zone. Obwohl gerade im Gesundheitsbereich viel mehr Frauen als Männer arbeiten. Das Land hat eine Vorbildfunktion und der muss es endlich nachkommen.“