Unternehmen, Innenpolitik, Österreich

Frauenquote – Oberhauser will auch in Politik Anteil heben

Regelung für Privatwirtschaft wichtige Maßnahme. Die gläserne Decke hat aus ihrer Sicht jedenfalls einen Sprung bekommen.

Mit der Einigungeine verpflichtende Frauenquote in Aufsichtsräten festzusetzen, ist es gelungen, eine wichtige Maßnahme für die Frauen festzulegen. Vorbild ist dabei das deutsche Modell, das eine 30-prozentige Geschlechterquote für Großunternehmen vorsieht. Es gibt dabei keine Ausnahmen, denn bei Nichterfüllung der Quote bleibt der Posten im Aufsichtsrat unbesetzt. In Österreich soll diese Regelung für alle börsenotierten Unternehmen sowie Betriebe mit mehr als 1.000 Mitarbeitern gelten.

"Es gibt eine gläserne Decke, die Frauen davon abhält, Führungspositionen zu bekommen. Diese Decke bekommt mit der verpflichtenden Quote nun auch in der Privatwirtschaft einen weiteren Sprung", so Oberhauser. Ein Beispiel dafür sind die staatsnahen Betriebebei denen der Frauenanteil in Aufsichtsräten schon bei durchschnittlich 38 Prozent liegt.

"Wir sehen: Die Quote wirkt. Und wo Frauen sind, kommen auch Frauen hin. Davon profitieren nicht nur die Frauen, sondern auch die Wirtschaft insgesamt",so die Frauenministerin.

Ein nächster notwendiger Schritt wäre nun, den Frauenanteil in der Politik zu stärken. Hier gibt es verschiedene Modelle wie etwa die Klubförderung an den Frauenanteil zu knüpfen oder Listen mit zu wenig Frauen gar nicht erst zuzulassen. Es gab dazu bereits einige Gespräche auf parlamentarischer Ebene, allerdings ohne Einigung, bedauerte Oberhauser. "Auch im Rahmen der anstehenden Wahlrechtsreform sollte das wieder Thema sein", forderte sie.