Wurm kritisiert fehlendes Bekenntnis Schellings zu Lohngerechtigkeit

„Plan A des Bundeskanzlers ist Plan für die Frauen – Schelling will vor allem Steuerzuckerl für Spitzenverdiener“

„Offenbar fällt Schelling zum Thema Frauen nur ein, das Frauenpensionsalter überfallsartig zu erhöhen. Kein Wort zum Thema Lohngerechtigkeit, kein Wort dazu, wie wir Benachteiligungen von Frauen am Arbeitsmarkt abbauen können“, kritisiert SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm. Wenn der Finanzminister schon den europäischen Vergleich bemüht, dann sollte er dazu sagen, dass die Lohnschere in Österreich besonders groß ist und über dem EU-Durchschnitt liegt. „Für Spitzenmanager mit Millionenbezügen plant Schelling Steuerzuckerl – für die fast zwei Millionen erwerbstätigen Frauen hat der Finanzminister leider kein Wort, wie wir mehr Gerechtigkeit am Arbeitsmarkt erreichen können – über 200.000 davon mit einem Vollzeitlohn unter 1.500 Euro“, moniert die Vorsitzende des Gleichbehandlungsausschusses.

Ganz im Gegensatz dazu hat Bundeskanzler Kern in seinem Plan A eine ganze Reihe von konkreten Vorschlägen, um die Lebenssituation von Frauen zu verbessern – angefangen vom Mindestlohn von 1.500 Euro über ein Lohntransparenzgesetz, Frauen-Quoten für Führungspositionen, die Beschäftigungsgarantie für Ältere bis zum forcierten Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen. „Der Plan A von Christian Kern ist besonders auch ein Plan A für die Frauen“, begrüßt Wurm das Konzept des Kanzlers.