Kommunales, Wien, Frauenberger

20 Jahre im Einsatz für die Frauen – der 24-Stunden Frauennotruf

Frauenberger: 24-Stunden Frauennotruf ist wesentlicher Meilenstein in Gewaltschutzarbeit

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des 24-Stunden Frauennotrufs bedankte sich die Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger gestern, Montag, bei allen Mitarbeiterinnen für das Engagement: „Vor 20 Jahren hat die Stadt Wien mit der Einrichtung des 24-Stunden Frauennotrufs einen wesentlichen Meilenstein in der Gewaltschutzarbeit gesetzt. 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr, stehen Beraterinnen von Gewalt betroffenen Frauen und Mädchen ab 14 Jahren zur Seite. Für den unermüdlichen Einsatz möchte ich meinen großen Dank aussprechen.“

In den 20 Jahren verzeichnete die Beratungseinrichtung insgesamt 140.173 Beratungskontakte. Davon erfolgten rund 120.000 Beratungen telefonisch, an die 16.000 persönlich und etwas mehr als 4.000 online.

Das kostenlose und auf Wunsch anonyme Angebot des Frauennotrufs ist breit gefächert: Von der Soforthilfe und Krisenintervention über die Begleitung zur polizeilichen Anzeige oder zum Gerichtsverfahren bis zur Untersuchung im Krankenhaus.

Das Team bestehend aus Klinischen- und Gesundheitspsychologinnen, Sozialarbeiterinnen und Juristinnen bietet Beratung und Unterstützung für Betroffene. Gleichzeitig ist es auch Anlaufstelle für Fragen von Angehörigen sowie FreundInnen und Bekannten.

Zwtl.: Gezielte Präventions- und Aufklärungsarbeit

Expertinnen sensibilisieren durch Kampagnen, machen so auf das Thema der geschlechtsspezifischen Gewalt aufmerksam und geben in Schulungen ihr Fachwissen weiter.

„Im Laufe der Jahre haben sich auch einige neue Formen der Gewalt an Frauen entwickelt. Wir müssen weiterhin gemeinsam daran arbeiten, noch bestehende Tabus zu brechen. Denn egal, um welche Form der Gewalt es sich handelt, sie ist niemals ein Kavaliersdelikt“, hält Stadträtin Frauenberger fest. Neben physischer und sexualisierter Gewalt sind viele Frauen von psychischer Gewalt betroffen. Gerade sexistische Übergriffe im Netz wirken sich stark auf die psychische Gesundheit von Frauen aus. Gegen diese Entwicklungen gilt es vehement entgegen zu treten.

„Gewalt an Frauen ist eine klare Menschenrechtsverletzung und immer zu verurteilen. Es ist unsere Verantwortung als Politik und Gesellschaft Frauen dementsprechend zu unterstützen. Gewalt an Frauen betrifft Frauen mit unterschiedlicher sozialer Herkunft: Wien hat ein sehr dichtes und langjähriges Gewaltschutznetz, das Frauen auffängt. 20 Jahre 24-Stunden Frauennotruf bedeutet 20 Jahre engagierte Arbeit für die Frauen in unserer Stadt. Als Wiener Frauenstadträtin bin ich sehr stolz darauf“ schließt Stadträtin Frauenberger ab.