Promberger: „Frauen sollen von ihrer Pension leben können!“

Durchschnittliche Frauenpensionen in Oberösterreich sind mit 1.002,6 € nur halb so hoch wie jene der Männer (1.941,5 €). „Dass die Mindestpension bei langer Versicherungsdauer auf 1.000 Euro erhöht wird, ist erfreulich, denn davon profitieren sehr viele Frauen“, begrüßt Landesfrauenvorsitzende LAbg. Sabine Promberger den Beschluss im Ministerrat zur Pensionsreform. Wer 30 Beitragsjahre aufweisen kann, wird künftig mindestens 1.000 Euro (derzeit rund 883 Euro) erhalten.

Die Einkommensunterschiede sind in Oberösterreich mit 38,5 % unvermindert hoch,  beinahe jede zweite Frau arbeitet Teilzeit – mit entsprechend niedrigem Verdienst, der von der Erwerbsarmut meist nahtlos in die Altersarmut führt.

Die SP Frauen OÖ haben im Rahmen ihres Projektes „Unerhört“ Frauen und Expertinnen aus Frauenberatungseinrichtungen befragt, um die verschiedenen Facetten eines Frauenlebens sichtbar zu machen. „Dabei haben wir viele Gesichter von Armut kennengelernt“, erinnert sich Landesfrauenvorsitzende LAbg. Sabine Promberger. „Ich habe mich so auf meine Pension gefreut, weil ich jetzt mehr Zeit für meine Enkel hätte. Leider kann ich sie nur selten besuchen, weil ich mir die Fahrt zu ihnen nur schwer leisten kann. Ich schäme mich dafür und erfinde Ausreden… erzählte uns eine Pensionistin. Solche Schicksale machen betroffen. Frauen müssen nach einem arbeitsreichen Leben von ihrer Pension auch leben können. Alles andere ist unerhört!“, so Promberger.