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Brunner/Traschkowitsch: Es ist gut, dass künftig Eingetragene PartnerInnenschaften am Standesamt geschlossen werden

Aktuelle Stellungnahme der katholischen Kirche verwundert

„Die aktuelle Stellungnahme und Kritik der katholischen Kirche zum Entwurf über eine Änderung der Eingetragenen PartnerInnenschaft wundert uns sehr. Denn es ist gut, dass künftig Eingetragene PartnerInnenschaften am Standesamt geschlossen werden können und nunmehr auch der diskriminierende Nachname abgeschafft wird. Damit gehen wir wieder einen Schritt weiter in Richtung Gleichstellung“

, so SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner und Peter Traschkowitsch, Bundesvorsitzender der Sozialdemokratischen LSBTI-Organisation SoHo, am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst.

„Gerade wenn für die katholische Kirche Liebe – die Zuneigung und Fürsorge von Menschen zueinander und eben das füreinander Einstehen – ein wichtiges und hohes Gut ist, sollte sie diesen Entwurf unterstützen“, so Brunner und weiter: „Es geht um die zivile Möglichkeit, eine Eingetragene PartnerInnenschaft diskriminierungsfrei und gleichrangig am Standesamt abzuschließen.“

„Vielleicht hat sich die katholische Kirche den Entwurf nicht richtig durchgelesen – der Gesetzgeber fordert nicht eine Trauungszeremonie in einer katholischen Kirche. Die Trennung von Kirche und Staat ist schon noch vorhanden“, so Traschkowitsch, der diesbezüglich ein offeneres Agieren seitens der katholischen Kirche in Österreich fordert.

„Gleichstellung und ein Ende von Diskriminierung sind oberste Ziele eines modernen Staates. Diesem Ziel kommen wir mit diesem Entwurf wieder ein Stück näher“, so Brunner und Traschkowitsch.