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Königsberger-Ludwig: Alternative Wohnformen für Menschen mit Behinderungen sollen forciert werden

Unterbringung in Heimen entspricht oft nicht den Bedürfnissen – alternative Wohnformen „ermöglichen besseres Leben“

Ulrike Königsberger-Ludwig, SPÖ-Sprecherin für Menschen mit Behinderung, tritt dafür ein, alternative Wohnkonzepte für Menschen mit Behinderungen weiter auszubauen.

Hier geht es darum, dass die Unterbringung in Heimen oft nicht den Bedürfnissen der Menschen entspricht. "Alternative Formen, z.B. betreutes Wohnen in der eigenen Wohnung oder betreute Wohngemeinschaften, ermöglichen den Betroffen ein besseres Leben, weil es ihnen die Freiheit gibt, ihr Leben und ihren Alltag selbst zu organisieren ", erläutert Königsberger-Ludwig.

Sowohl in der UN-Behindertenrechtskonvention im Artikel 19 als auch im Nationalen Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen und im Regierungsprogramm ist das Recht auf unabhängige Lebensführung und Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in die Gemeinschaft verankert. Menschen mit Behinderungen müssen demnach gleichberechtigt wählen können, wo und mit wem sie leben. Sie dürfen nicht verpflichtet werden, in besonderen Wohnformen zu leben. Der Fachbegriff dazu lautet "De-Institutionalisierung", und die lässt laut UN-Behindertenrechtsausschuss aus dem Jahr 2013 in Österreich noch zu wünschen übrig.

Zwar gibt es schon einige sehr zeitgemäße Wohnprojekte in den Ländern, flächendeckend ist dies allerdings nicht möglich und es gibt große Unterschiede in den einzelnen Bundesländern – nicht zuletzt aufgrund der Zuständigkeit der Länder. Mit einem Abgleich sollen nunmehr Erfahrungen mit Modellen, die in einem Bundesland gut funktionieren, allen anderen auch zugänglich gemacht und in das Angebot aufgenommen werden.

Der von der SPÖ-Abgeordneten gemeinsam mit KollegInnen der ÖVP, der Grünen und der NEOS eingebrachte Entschließungsantrag, in welchem der gegenseitige Abgleich von Best-Practice-Modellen gefordert wird, fand im Sozialausschuss die Zustimmung aller Parteien.