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Regner zum Welttag für menschenwürdige Arbeit: Multinationale Unternehmen müssen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen

SPÖ-EU-Delegationsleiterin fordert Haftung für Subunternehmer

„Die Würde des Menschen ist unantastbar, das gilt auch und im Besonderen bei der Arbeit“, betont SPÖ-EU-Delegationsleiterin Evelyn Regner am heutigen Welttag für menschenwürdige Arbeit. „Ab 2017 müssen große Unternehmen von öffentlichem Interesse in Europa ihre so genannten 'Due Dilligence'-Konzepte veröffentlichen und über ihre Strategien, Risiken und Ergebnisse in sozialen und ArbeitnehmerInnenbelangen, Menschenrechten aber auch über Diversität ihrer Leitungsorgane berichten“, erinnert Regner und wertet es als „Schritt, um menschenwürdiger Arbeit näher zu kommen und fairere Arbeitsbedingungen zu schaffen“.

„Multinationale Konzerne wie Samsung oder Apple arbeiten mit Unteraufträgen und Zulieferern, übernehmen keinerlei Verantwortung für ihre Subunternehmer und betreiben über Niedrigstlöhne Wettbewerb“, kritisiert die SPÖ-EU-Delegationsleiterin. Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) schätzt, dass mittlerweile 94 Prozent der Beschäftigten entlang globaler Lieferketten im Verborgenen, d.h., ohne ein direktes Beschäftigungsverhältnis arbeiten. „Wo Hungerlöhne und unsichere, prekäre Arbeit auf der Tagesordnung stehen, sind oft undurchschaubare Subunternehmerketten im Spiel.“

„Multinationale Konzerne, die Subunternehmerketten und Steuerschlupflöcher nutzen, um weder faire Arbeitsbedingungen zu schaffen, noch ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten zu müssen, waren lange genug unreguliert“, so Regner, Mitglied im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten. Weitere konkrete Maßnahmen wie eine Haftung für Löhne und SV-Beiträge in der Subunternehmerkette müssen ergriffen werden, damit Unternehmen Verantwortung für die Arbeitsbedingungen bei ihren Zulieferern übernehmen und darauf achten müssen, dass menschenwürdige Arbeit auch durch ihre Subunternehmer garantiert wird.

„Es ist höchste Zeit zu handeln und der Ausbeutung sowie dem Wettbewerb auf Kosten von ArbeitnehmerInnen ein Ende zu setzten – für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in Europa und in der Welt“, so Regner.