Yilmaz, Flüchtlinge, Integration

Yilmaz zum Tag der Flucht: Österreich kann stolz sein

SPÖ-Integrationssprecherin für Integration von Anfang an durch Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten

SPÖ-Integrationssprecherin Nurten Yilmaz nimmt den „Langen Tag der Flucht“, der morgen, Freitag, stattfindet, zum Anlass, um die „hervorragenden Leistungen Österreichs im letzten Jahr“ zu betonen.

„Zivilgesellschaft, freiwillige HelferInnen, staatliche Organe und GemeinderätInnen haben gemeinsam angepackt, Unterkünfte geschaffen und die Fackel der Humanität aufrechterhalten. Wir können zu Recht stolz darauf sein, was wir geschafft haben – und was tausende ÖsterreicherInnen noch immer täglich tun“, so Yilmaz. Ein wichtiger Ansprech- und Bündnispartner bei der Integration und Unterbringung von Flüchtlingen war für Yilmaz der scheidende Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung, Christian Konrad, dem sie großen Dank für sein „unaufgeregtes, enormes Engagement“ ausspricht.

„Jetzt geht es vor allem darum, Orte der Begegnung zu schaffen und den Schutzsuchenden Möglichkeiten zu geben, dass sie einen Platz in der Gesellschaft finden und sich selbst erhalten können. Integration funktioniert über Austausch, Sprachkurse und Qualifikationsmöglichkeiten und auch über Arbeit“, so Yilmaz. Daher braucht es österreichweite Strukturen zur Integration von Anfang an, das heißt, Zugang zu Sprachkursen und Ausbildungsmöglichkeiten vom ersten Tag an, insbesondere für jene Gruppen mit sehr hoher Bleibewahrscheinlichkeit.

Außerdem regt Yilmaz an, die Ausbildungspflicht für Jugendliche bis 18 Jahre auch auf AsylwerberInnen auszuweiten und die Zugangsmöglichkeiten zum Arbeitsmarkt für AsylwerberInnen zu erleichtern. „Wenn AsylwerberInnen schon früh arbeiten und sich einbringen können, fördert das den späteren Übergang in den regulären Arbeitsmarkt, sobald sie einen positiven Bescheid bekommen haben. Das erleichtert die Selbsterhaltungsfähigkeit, stärkt das Selbstbewusstsein sowie den Austausch mit Mitmenschen in Österreich“, erklärte Yilmaz. „Dabei verweist sie auf die heute präsentierten Ergebnisse des Bad Ischler Dialoges 2016, in denen die Sozialpartner wichtige Vorschläge zu Migration und Integration vorgelegt haben.“

Der „Lange Tag der Flucht“ findet am Freitag zum fünften Mal statt. In ganz Österreich wird es Diskussionen, Begegnungsfeste und kulturelle Veranstaltungen geben, die sich mit Fluchtmigration, Krieg, Verfolgung und Schutz auseinandersetzen. Dabei geht es um Sensibilisierung, Wissensaustausch und die Schaffung von gemeinsamen Orten der Reflexion darüber, was seit dem September 2015 in Österreich geschehen ist.