SPÖ-Frauen erneuern Forderung nach Geschlechterquoten

Yildirim: „Bund zeigt vor, wie Frauenförderung funktionieren kann!“

Die Tiroler Chefetagen sind männlich dominiert. Nur 25% der Unternehmen hierzulande werden von Frauen geführt. Damit bildet Tirol österreichweit das Schlusslicht.

Auch im Landesdienst sind nur rund 17% der Führungspositionen mit Frauen besetzt. Die beschämende Situation in den Tiroler Landesunternehmen hatte zuletzt auch die Liste Fritz unter die Lupe genommen.

„Das Land hat gesellschaftspolitisch eine Vorbildwirkung, die es allerdings nicht wahrnehmen will. Einmal mehr zeigt sich, dass Lippenbekenntnisse, wie das Frauenförderungsprogramm von LH Platter, nichts nützen: Wir fordern daher eine verbindliche Geschlechterquote von 40 %. Auch und gerade in Führungspositionen“, stellt Selma Yildirim, Frauenvorsitzende der SPÖ Tirol klar. Nichteinhaltung müsse Konsequenzen haben, denn: „Wohin wir es mit der Good-Will-Erklärung des Landeshauptmannes gebracht haben, sieht man ja.“

Neben einer Geschlechterquote seien öffentliche Ausschreibungen, verpflichtende Hearings, Bewusstseinsarbeit, das Aufbrechen konservativer gesellschaftlicher Grundhaltungen und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie unabdingbar, um die gläserne Decke für Frauen endgültig zu durchbrechen.

Besonders ärgerlich sei der „mangelnde politische Wille von Schwarz-Grün, Frauen zu fördern“. Das ginge auch anders: Im Jahr 2011 wurde von der Bundesregierung eine Selbstverpflichtung zur Anhebung der Frauenquote in den Aufsichtsräten staatsnaher Betriebe beschlossen. „Zwei Jahre vor Ablauf der Frist ist das Ziel von 40% schon beinahe erreicht. Gestartet wurde bei einem Frauenanteil von 16%. Wo ein Wille, da ein Weg“, meint Yildirim abschließend.