Konferenz, Aids; Bayr

AIDS-Konferenz in Durban: „Mit ausreichendem politischem Willen kann die AIDS-Epidemie gestoppt werden“

„AIDS ist in Afrika nach wie vor die häufigste Todesursache von jugendlichen Mädchen und Burschen. Mädchen sind besonders gefährdet, mit dem HI-Virus angesteckt zu werden, wenn sie zwangsverheiratet sind“, stellt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, zum Ende der 21. Internationalen AIDS-Konferenz (18.-22. Juli) in Durban fest.

Zur Konferenz waren 18.000 Delegierte aus 183 Ländern angereist. „Der Zusammenhang zwischen einer Ansteckung mit HIV und Kinderehe ist vielschichtig. Biologisch noch nicht ausgereifte Mädchen, erzwungener Geschlechtsverkehr, soziale Isolation sowie Schulabbruch sind Gründe für eine erhöhte Ansteckungsgefahr“, kommentiert Bayr am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

„Bei der AIDS-Konferenz wird das Ziel der internationalen Gemeinschaft, die AIDS-Epidemie bis zum Jahr 2030 zu stoppen, bekräftigt: Die Agenda 2030 sieht vor, dass die Ausbreitung von AIDS, Tuberkulose und Malaria im Lauf der nächsten 14 Jahre in erheblichem Maße reduziert wird. Der politische Wille, dieses Ziel zu erreichen, ist essentiell“, betont Bayr. „Österreich ist leider – was den internationalen Kampf gegen HIV/AIDS betrifft – nicht in einer Vorreiterrolle“, kritisiert Bayr das mangelnde Engagement.