Dienstleistungsscheck, Yilmaz, Integration

Yilmaz: Öffnung des Dienstleistungsschecks für Asylwerber fördert Teilhabe

Integration funktioniert über Austausch, Sprachkurse, Qualifikationsmöglichkeiten und über Arbeit

SPÖ-Integrationssprecherin Nurten Yilmaz unterstützt die Forderung von Sozialminister Alois Stöger nach einer Öffnung des Dienstleistungsschecks für AsylwerberInnen nach drei Monaten im Verfahren.

„Diese Ausweitung des Schecks wäre eine weitere wichtige Maßnahme, um ‚Integration von Anfang an‘ voranzutreiben. Integration funktioniert über Austausch, Sprachkurse und Qualifikationsmöglichkeiten – aber eben auch über Arbeit“, so Yilmaz. Die Öffnung des Dienstleistungsschecks wäre laut Sozialministerium arbeitsmarktneutral und umfasst Tätigkeiten in Privathaushalten bis zur Geringfügigkeitsgrenze. Es werden keine bestehenden Arbeitsplätze ersetzt oder gefährdet.

„Wenn AsylwerberInnen schon früh arbeiten und sich einbringen können, fördert das den späteren Übergang in den regulären Arbeitsmarkt, sobald sie einen positiven Bescheid bekommen haben. Das erleichtert die Selbsterhaltungsfähigkeit, stärkt das Selbstbewusstsein sowie den Austausch mit Mitmenschen in Österreich“, nennt Yilmaz die Vorteile des Dienstleistungsschecks.

Beispiele für Tätigkeiten sind Reinigungsarbeiten, Beaufsichtigung von Klein- und Schulkindern, das Besorgen von Einkäufen oder auch einfache Gartenarbeiten.

„Sinnvolle Integrationspolitik findet konkrete, pragmatische Lösungen im Interesse aller beteiligten Personen. Gute Projekte – wie die Caritas-Nachbarschaftshilfe in Tirol und Vorarlberg – könnten über den Dienstleistungsscheck fortgeführt werden. Das sollte auch im Interesse des Koalitionspartners sein“, ergänzt Yilmaz.

Der Dienstleistungsscheck wurde als Instrument vor zehn Jahren eingeführt, er kann in Trafiken oder der Post gekauft werden und für kleinere Arbeiten z.B. in privaten Haushalten an Dienstleistende ausgegeben werden. Inkludiert im Scheck ist ein Beitrag für die Unfallversicherung.