Jugendcollege, Yilmaz, Flucht

SPÖ-Yilmaz erfreut über Wiener Jugendcollege für junge Menschen mit Fluchterfahrung

Bildung gibt Orientierung, fördert Austausch und erhöht Chancen auf dem Arbeitsmarkt

„Wien ist bei Projekten, die die Integration und die Orientierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Fluchtgeschichte fördern, wegweisend“, hält SPÖ-Integrationssprecherin Nurten Yilmaz anlässlich der heutigen Präsentation des Projektes „StartWien – Das Jugendcollege“ fest. „Statt über Kürzungen und Strafen zu diskutieren, die hemmen und einschüchtern, macht die Stadt Wien das, was notwendig ist: vom ersten Tag an in Bildung und nachhaltige Integration investieren – und das unabhängig vom Aufenthaltsstatus.“

Für junge AsylwerberInnen, Asylberechtigte als auch subsidiär Schutzberechtigte, die nicht mehr schulpflichtig sind und daher formal nicht ins Bildungssystem aufgenommen werden, wurde nun ein College initiiert. „Damit wird die Lücke zwischen Schulpflicht und Arbeitsmarkt geschlossen“, so Yilmaz. Unter der Leitung der VHS Wien können sich nun 1.000 Jugendliche und junge Erwachsenen zwischen 15 und 21 Jahren in einem modularen System, abhängig von Vorkenntnissen, fortbilden. „Das gibt Orientierung, eine geregelte Tagesstruktur, die jungen Menschen lernen und können sich austauschen und haben am Ende bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt“, ist Yilmaz zuversichtlich. Zur Hälfte wird das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert.

„Das Jugendcollege ist ein Leuchtturmprojekt und jetzt schon inspirierend für andere Bundesländer und EU-Mitgliedstaaten in diesem Politikfeld. Wir brauchen bundesweite Antworten auf die Frage, wie wir die Integration von Menschen fördern, die nicht mehr schulpflichtig sind – ein Weg ist, die Erwachsenenbildung auszubauen“, erklärt Yilmaz. Dazu braucht es Kooperationen mit dem AMS, Volkshochschulen und privaten Vereinen. „Wenn wir in diesen Bereich investieren, profitieren alle: unsere neuen MitbürgerInnen, die lernen und sich orientieren können, als auch unsere Gesellschaft im Ganzen“, resümiert Yilmaz.