Wurm, Enquete, Internet

SPÖ-Enquete #GegenHassimNetz – Wurm: Sensibilisieren, Öffentlichkeit schaffen, gesetzlich nachschärfen

Frauen im Netz dreimal so häufig von Hass und Beleidigungen betroffen

Auf die spezifische Situation von Frauen im Zusammenhang mit Beleidigungen und Mobbing in den sozialen Netzwerken wies Gisela Wurm, stv. Klubvorsitzende und Frauensprecherin der SPÖ, in ihren Eröffnungsworten bei der heutigen SPÖ-Enquete #GegenHassimNetz hin.

„Laut einer britischen Studie sind Frauen dreimal so häufig von Hasspostings betroffen – das kann der Teenager sein, der mit Nacktfotos gestalkt wird; die Frau, die sich für Flüchtlinge engagiert, oder die Politikerin, die öffentlich Position bezieht“, skizzierte Wurm. Notwendig sei, diese Formen verbaler, sexualisierter Gewalt öffentlich zu machen, dafür zu sensibilisieren und gegebenenfalls auch gesetzlich nachzuschärfen.

„Verunglimpfen, lächerlich machen und bedrohen – das haben alle Frauen erlebt, die in der Öffentlichkeit stehen oder sich intensiv im Netz bewegen.“ Der Gesetzgeber habe in diesem Bereich schon einiges gemacht, erinnert Wurm an den Stalking-Paragraphen oder das Gesetz gegen Cybermobbing – hier gelte es nachzuschärfen und zu schauen, „ob wir rechtlich noch auf der Höhe der Zeit sind“. Notwendig sei auch, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, besonders auch Berufsgruppen wie PädagogInnen und MitarbeiterInnen bei Polizei und Justiz. Explizit dankte Wurm den Journalistinnen, die gesagt haben: „Uns reicht‘s, wir lassen uns das nicht mehr gefallen! Denn die Würde des Menschen, die Würde von Frauen und Männern ist unantastbar!“