Istanbul, Gay-Parade, Traschkowitsch

Brunner/Traschkowitsch: Absage der jährlichen Gay-Parade in Istanbul alarmierend

Elementare Menschenrechte müssen geschützt und verteidigt werden

Nach massivem Druck von rechten Gruppen wurde die jährliche Gay-Parade in Istanbul aus Sicherheitsgründen abgesagt.

„Wir finden diese Absage alarmierend. Wenn sich die Türkei der EU nähern möchte, dann gehören dazu auch, dass elementare Menschenrechte geschützt und verteidigt werden“, so Andrea Brunner, SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin und Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der Sozialdemokratischen LSBTI Organisation.

Bereits in der Vergangenheit wurde in vielen Berichten festgestellt: „Die Türkei wurde aufgrund der hohen Rate an Hassverbrechen, Diskriminierung im Militär, Rechtsverstößen im Hinblick auf LSBTI-Webseiten im Internet sowie für die Streichung von Bezügen zur sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität aus einem Antidiskriminierungsgesetzesentwurf hervorgehoben“, sagte Traschkowitsch weiter.

Statt sich im 21. Jahrhundert zu bewegen und in Richtung EU-Integration zu marschieren, bewegt sich die Türkei in Bezug auf Menschenrechte viele Schritte zurück. „Die Türkei wird zukünftig daran zu messen sein, wie sie weiter mit Menschenrechten umgeht und die Rechte sexueller Minderheiten schützen wird“, so Brunner und Traschkowitsch.