Tourismus, Gessl-Ranftl, Nationalrat

Nationalrat – Gessl-Ranftl: Situation der Frauen in Tourismusbetrieben oft prekär

Österreichischer Tourismusbericht beschäftigt sich zu wenig mit geschlechterspezifischen Unterschieden – Tourismus in der Steiermark ist „nicht mehr wegzudenkender Wirtschaftsfaktor“

In der Nationalratssitzung am Mittwoch hat SPÖ-Abgeordnete Andrea Gessl-Ranftl in der Debatte um den Bericht zur Lage des Tourismus in Österreich auf die Situation von Frauen in diesem Bereich aufmerksam gemacht. „In Österreichs Tourismusbetrieben sind 58 Prozent der Beschäftigten Frauen, deren Situation oft sehr prekär ist“, betonte Gessl-Ranftl. Allgemein beweise der Bericht jedoch, dass die heimischen Tourismusbetriebe und vor allem ihr Heimatbundesland, die Steiermark, äußerst erfolgreich waren und alle Erwartungen übertroffen haben, so die SPÖ-Abgeordnete.

Frauen, die in Tourismusbetrieben arbeiten, sehen sich oft mit einer prekären Beschäftigungssituation konfrontiert, erklärte Gessl-Ranftl. „Das Beschäftigungsverhältnis ist oft durch eine geringe Beschäftigungsdauer und ein hohes Arbeitslosigkeitsrisiko geprägt. Es gibt hohe Belastungen, schwere Arbeitsbedingungen und auch besondere Arbeitszeitformen wie die Saisonarbeit“, schilderte die SPÖ-Abgeordnete. Ebenso seien kaum Karrieremöglichkeiten für Frauen gegeben, erklärte Gessl-Ranftl und verwies dabei auf die überwiegend männlich besetzten Spitzenpositionen. „Hier ist noch viel zu tun: Für eine umfassende Verbesserung der Arbeitsbedingungen, aber auch für die Chancengleichheit“, so die SPÖ-Abgeordnete.

Der Bericht zur Lage des Tourismus in Österreich zeige aber auch, dass die heimischen Tourismusbetriebe außerordentlich erfolgreich waren, stellte Gessl-Ranftl fest und zeigte sich vor allem über den Gewinn von Marktanteilen in der Steiermark erfreut. „Der Tourismus ist ein nicht mehr wegzudenkender Wirtschaftsfaktor in der Steiermark, denn mehr Tourismus bedeutet wiederum mehr Wirtschaft“, betonte die SPÖ-Abgeordnete.