Reform, Schulen, Bildung

Grossmann: Erster Teil der Bildungsreform mit Schulautonomie und Sprachförderung auf Schiene

Grossmann begrüßt bildungspolitischen Zugang von Sonja Hammerschmid: „Chancengleichheit muss gemeinsames Ziel sein“

 

Mit dem Schulrechtspaket steht heute der erste Teil der Bildungsreform zur Beschlussfassung im Unterrichtsausschuss an. Für SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann bringt dieser „wesentliche Fortschritte bei der Schulautonomie“ sowie „spürbare Verbesserungen für die Elementarpädagogik und die Volksschulen“. Eine Premiere ist der heutige Unterrichtsausschuss für die neue Bildungsministerin Sonja Hammerschmid, die in ihrem Einleitungsstatement besonders die Chancengleichheit im Bildungssystem hervorhob. Für Grossmann ist das ein zentraler bildungspolitischer Zugang: „Es muss unser aller gemeinsames Ziel sein, dass jedes Kind die gleichen Chancen bekommt – unabhängig von Herkunft, Wohnort oder Einkommen der Eltern!“ ****

„Gute Bildung muss bei den Kleinsten beginnen. Gerade die ersten Schuljahre sind prägend für Lernfreude und Lernerfolg“, betont Grossmann und verweist auf die wichtigsten Neuerungen im ersten Teil der Bildungsreform, die nächste Woche vom Nationalrat beschlossen werden sollen. So werden künftig bei der Schuleinschreibung die Förder- und Entwicklungsdaten aus dem Kindergarten in die Volksschule mitgenommen. „Damit kennen die VolksschullehrerInnen von Beginn an die individuellen Bedürfnisse der Kinder und der Übergang gelingt besser.“

Mehr Entscheidungsmöglichkeit am Standort gibt es in Sachen Leistungsbeurteilung: Die bewährten Schulversuche zur alternativen Leistungsbeschreibung kommen in den autonomen Bereich der Schule; ebenfalls die Möglichkeit, Klassen schulstufenübergreifend zu führen.

Ausgedehnt wird außerdem die Sprachförderung, die es bisher nur bis zur 8.Schulstufe gab. Künftig sollen auch SchülerInnen der Oberstufe, die als „QuereinsteigerInnen“ Sprachförderung benötigen, diese erhalten. Mit einem Abänderungsantrag wird der Unterrichtsausschuss außerdem die Sprachförderung auch für den Berufsschulbereich öffnen – „hier haben wir einen Fortschritt gegenüber der Regierungsvorlage erreicht“, freut sich Grossmann. Das Schulrechtspaket schafft außerdem die Grundlage für die neuen Sprachstartgruppen: Bei Bedarf sollen SchülerInnen vor dem vollständigen Eintritt in den Regelunterricht in diesen Gruppen intensiven Deutschunterricht bekommen. „Damit wollen wir sicherstellen, dass alle SchülerInnen von Beginn an dem Unterricht folgen können, niemand zurückbleibt, aber es trotzdem eine Anbindung an die Stammklasse gibt“, so Grossmann.

Weitere Reformen im Schulrechtspaket betreffen mehr Flexibilität für die Länder bei den Schulsprengeln, eine neue Ausbildungsform für ErzieherInnen und LernhelferInnen bei ganztägigen Schulen sowie die Neue Oberstufe. (Schluss) sc/ah/mp