Blatnik: „Wir müssen zeitgenössische Kunst stärken“

Ziel ist, Kunst zu fördern und Vorurteile abzubauen

„Wir müssen zeitgenössische Kunst stärken, das ist die Grundlage für Akzeptanz, Wertschätzung und Offenheit. Denn erst die gesellschaftliche Auseinandersetzung beflügelt die Prosperität einer Region und unseres Landes“, bringt es SPÖ-Bundesrätin Ana Blatnik heute im Rahmen der „Aktuellen Stunde“ im Bundesrat auf den Punkt. Vor allem zeitgenössische Kunst und Kultur hat das Potenzial, Kritik abzubilden und stoßt deswegen häufig auf Widerstand. So besteht auch die Gefahr, dass Projekte eingestellt werden.

„Kunst und Kultur ist ein Element der Geschichte eines Landes und seiner Identität. Sie bildet gesellschaftliches Denken und Kontroversen ab und ist daher immer auch ein Stück Gegenwart. Deswegen müssen wir Kunst und Kulturgüter schützen und fördern – nicht nur finanziell, sondern auch durch Wertschätzung und Interesse“, so Blatnik.

Ziel ist daher, bestehende Vorurteile gegenüber Kunst- und Kulturschaffenden abzubauen, um ihren Handlungsspielraum zu erweitern. „In einem Klima, in dem Kunstschaffenden wenig Akzeptanz und Interesse entgegen gebracht wird, ist es schwierig, die kontinuierliche Arbeit und das Engagement aufrechtzuerhalten. Denn ihre Arbeit ist legitim und wichtig für unsere Gesellschaft“, so Blatnik.

Als Positivbeispiele nennt Blatnik die Kulturinitiativen Werner Berg in der zweisprachigen Gemeinde Bleiburg/Pliberk und die Kulturinitiative Gmünd in Kärnten. „Die Kulturinitiativen und die Stadtgemeinden haben durch konsequenten und kontinuierlichen Einsatz im Bereich der zeitgenössischen Kunst und Kultur die Stadtentwicklung positiv beeinflusst. Die Städte leben diese Initiativen mit, die Kunst und die KünstlerInnen werden als Chance begriffen“, erklärt Blatnik. Neben dem kulturellen Mehrwert erfreuen sich die Regionen auch am wirtschaftlichen Mehrwert dieser Entwicklung.