Rassismus, Gedenktag, Bildung

5. Mai: Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus

Bildungsministerin präsentiert neues Unterrichtsmaterial zur Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt.

Österreich begeht morgen, am fünften Mai, den jährlichen Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Andenken an die Opfer des Nationalsozialismus.

Das Bundesministerium für Bildung und Frauen lädt gemeinsam mit erinnern.at Lehrende in ganz Österreich ein, sich rund um diesen Gedenktag besonders mit der Geschichte des Nationalsozialismus und mit der gegenwärtigen Bedrohung durch Rassismus und Gewalt auseinanderzusetzen. In Zuge dessen präsentiert Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek neues Lehrmaterial, das Schülerinnen und Schülern auf sensible und berührende Weise den Massenmord des Holocaust als gesellschaftlichen Akt begreifen lässt.

„Die aktive Auseinandersetzung mit dem dunkelsten Kapitel unserer jüngsten Geschichte ist die Basis einer lebendigen Erinnerungskultur. Gerade jetzt – in der heutigen Zeit und der aktuellen Situation – ist es wichtig, sich an Schulen eingehend mit Themen wie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Ungerechtigkeit und Indifferenz auseinanderzusetzen“, so die Bildungsministerin. „Ausgehend von der Lebensgeschichte Edith Winklers, die im Holocaust ihre Eltern sowie ihre kleine Schwester verlor, wird den Schülerinnen und Schülern anhand eines sehr persönlichen Beispiels die Komplexität der Frage nach Schuld und Verantwortung vor Augen geführt“, erklärt Heinisch-Hosek.

Das Unterrichtsmaterial wurde vom Verein erinnern.at konzipiert und richtet sich an SchülerInnen ab der achten Schulstufe. Es baut auf biografischen Karten auf, die zur Auseinandersetzung mit Fragen der (Mit-)Täterschaft und vertiefenden Diskussionen anregen.

Die Materialien stehen auf www.erinnern.at zur Verfügung.