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Frauendialog. Arbeitszeit. Arbeitswert.

Österreichweiter Aktionstag der SPÖ-Frauen zum Thema Arbeit

Welche Themen sind Frauen in Österreich besonders wichtig? Rund um den 18.4.2016 finden in ganz Österreich Straßenaktionen der SPÖ-Frauen statt. „Der Druck in der Arbeitswelt steigt. Es gibt viel zu tun, um die Situation für die Beschäftigten zu verbessern“, so Selma Yildirim, Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Tirol.

Auch die Bundespräsidentschaftswahlen sind für die Zukunft Österreichs und die soziale Sicherheit unseres Landes entscheidend. Beim Aktionstag rufen die SPÖ-Frauen auf, zur Wahl zu gehen.  „Rudolf Hundstorfer ist ein Kandidat, auf den wir uns verlassen können. In vielen Fragen wie etwa bei der Einkommenstransparenz oder dem Frauenpensionsalter hat er sich als zuverlässiger Verbündeter für uns Frauen erwiesen“, so Yildirim.

Wie läuft der Diskussionsprozess ab?
Bis 5. Mai sammeln die SPÖ-Frauen bei Aktionen vor Ort Ideen und Anregungen. Beiträge können auch an frauen@nullspoe.at geschickt werden. Im Frühsommer werden diese Beiträge in Dialogforen diskutiert und dann online nach Wichtigkeit bewertet. Das Ergebnis wird bei der Bundesfrauenkonferenz im Herbst beschlossen.

Der Druck auf die Beschäftigten steigt
Viele Unternehmen ersetzen Arbeitskräfte mit teuren Maschinen und Computern. Überstunden werden nicht korrekt ausbezahlt, einige Betriebe wollen sich durch geringfügige Beschäftigung Kosten sparen.  2015 wurden laut Berechnungen der Arbeiterkammer 52 Millionen Überstunden nicht korrekt vergütet.  Das entspricht in etwa 30.000 Vollzeitarbeitsplätzen. „Wir müssen dafür sorgen, dass die Unternehmen sich an die gesetzlichen Vorgaben halten“, stellt Yildirim klar. Ein wichtiges Thema ist auch Teilzeit. Denn bereits jede zweite Frau in Österreich ist teilzeitbeschäftigt und nimmt damit Einbußen beim Gehalt und bei der Pension in Kauf.

Arbeit neu bewerten und gerecht entlohnen
Ein Teil der Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern rührt daher, dass Frauen, die in „typisch“ weiblichen Berufsfeldern tätig sind, schlechter entlohnt werden. Sozial- und Dienstleistungsberufe werden schlechter dotiert als technische Berufe.

Berufe im Sozialbereich brauchen eine gerechte Entlohnung. Gerade in den Pflegeberufen sind die körperlichen und psychischen Anforderungen und auch die Verantwortung sehr hoch. Es muss Kriterien geben, die der Bezahlung zugrunde liegen, um so die verschiedenen Berufe vergleichen zu können. Eine gesellschaftspolitische Diskussion zur Neubewertung von Arbeit ist daher notwendig.